Sonnenspektakel in 2642 Metern Höhe
Ende September kündigt sich hoch über dem Bergdorf Elm in 2 642 Metern Höhe ein faszinierendes Naturschauspiel an. Lediglich zweimal im Jahr, jeweils im Frühling und im Herbst, scheint der Lichtstrahl der aufgehenden Sonne während exakt einer Minute durch das Martinsloch und erleuchtet den Kirchturm von Elm.
Ende September kündigt sich hoch über dem Bergdorf Elm in 2 642 Metern Höhe ein faszinierendes Naturschauspiel an. Lediglich zweimal im Jahr, jeweils im Frühling und im Herbst, scheint der Lichtstrahl der aufgehenden Sonne während exakt einer Minute durch das Martinsloch und erleuchtet den Kirchturm von Elm.
Während drei Tagen ist es Besuchern des Glarner Bergdorfs Elm möglich, dieses Naturspektakel mit den eigenen Augen zu sehen. Dazu solltet Ihr Euch das Wochenende von Freitag, 29. September bis Sonntag 1. Oktober 2017 freihalten, denn zum eindrücklichen Schauspiel von Licht und Schatten kommt es lediglich zweimal im Jahr (einige Tage im Herbst und im Frühling). Spielt das Wetter mit, strahlt die Sonne jeweils um 09.30 Uhr durch das Martinsloch.
Es ist ein eindrücklicher Moment, wenn die Sonne kurz vor dem eigentlichen Sonnenaufgang ihre Strahlen durch das Martinsloch auf den Turm der einzigen spätgotischen Kirche im Glarnerland wirft. Der Lichtkreis weist einen Durchmesser von 50 Metern auf und das Ereignis dauert lediglich eine Minute, dann verschwindet die Sonne wieder, um kurz darauf endgültig über den Tschingelhörnern aufzugehen.
Den genauen Standort künden jeweils die Sonnenstrahlen selbst an, die am gegenüberliegenden Hang verfolgt werden können. Beobachter können auf der Dorfstrasse bei der Kirche das seltene Ereignis direkt miterleben. Damit alle Besucher einen optimalen Standort haben, wird eine Fachperson ab 09:15 Uhr vor Ort sein und das Schauspiel kommentieren. Am Samstag und Sonntag findet anschliessend an das Ereignis in der Schiefertafelfabrik zudem eine Führung statt.
Entstehung des Felsenfensters
Das Martinsloch oberhalb von Elm ist ein 18 Meter hohes und 21 Meter breites Felsenfenster im grossen Tschingelhorn. Entstanden ist das Martinsloch aufgrund der Kreuzung von zwei Schwächezonen. Ein erosionsanfälliges, dunkles Band aus Flysch-Gesteinen und eine Kluft im Kalkgestein, bedingt durch die späte Alpenhebung, treffen dort aufeinander. Dadurch wurde das Gestein in diesem Bereich schneller abgetragen und es entstand so das Martinsloch.
Sage
Um das Martinsloch entstanden darüber hinaus zahlreiche Sagen. Eine davon hat sich aber durchgesetzt. Diese erzählt von einem Schafhirten mit dem Namen Martin, der auf der Elmer Seite seine Tiere hütete. Eines Tages kam ein Riese von Flims her und wollte Sankt Martins Schafe stehlen. Dieser verteidigte aber seine Tiere tapfer und warf dem Riesen seinen Stock nach. Anstatt den Riesen traf der spitze Stock die Felswand. Mächtiges Donnern und Grollen ertönte und Steine rollten zu Tal. Als sich die Lage wieder beruhigt hatte, war im Fels ein dreieckiges Loch zu sehen – das Martinsloch.
23. Glarner Schabziger- und Alpchäsmärt
Am 1. Oktober 2017 findet beim Truppenlager in Elm ausserdem der 23. Glarner Schabziger- und Alpchäsmärt statt. Interessierte können dabei ab 08:00 Uhr einen echten «Älplerzmorgä» geniessen. Anschliessend können an den einzelnen Marktständen verschiedene Käsesorten degustiert und gekauft werden.
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