×

Winterhilfe wärmt Bündner Herzen

Seit 80 Jahren kämpft die Winterhilfe Graubünden gegen die Armut. Sie wird nach wie vor gebraucht.

17.10.17 - 15:48 Uhr
Leben & Freizeit
Jürg Buchli (links) spricht an der Medienorientierung der Winterhilfe Graubünden.
Jürg Buchli (links) spricht an der Medienorientierung der Winterhilfe Graubünden.
MARCO HARTMANN

Die Winterhilfe Graubünden ist eine Institution – und sie ist nach wie vor nicht überflüssig. Das betonten Winterhilfe-Präsidentin Tina Gartmann-Albin, Churer Grossrätin, und Winterhilfestiftungsrätin Barbara Janom Steiner, Bündner Regierungspräsidentin, am Diestagmittag anlässlich der alljährlichen Medienkonferenz. Dabei stellten sie den Medien den aktuellen Jahresbericht der Winterhilfe vor.

Zwar sei die schweizerische Sozialhilfequote 2017 noch nicht bekannt, so Janom Steiner, aber es sei zu erwarten, dass der Wert in Graubünden «deutlich tiefer sei als im Schweizer Mittel». Rund ein Prozent der Bündner Bevölkerung dürfte auf Gemeindehilfe angewiesen sein. Zwar sei die Armutsquote seit gut zehn Jahren rückläufig, sagte Janom Steiner – «aber es gibt nach wie vor arme Personen in der Schweiz, die Hilfe nötig haben». Oftmals seien diese Personen arm trotz eines Erwerbseinkommens. Betroffen sind oft auch Personen, die wegen eines Krankheitsfalles mit unvorhersehbaren Kosten konfrontiert sind.

Winterhilfe
Medienorientierung der Winterhilfe Graubünden.
MARCO HARTMANN

An diesem Punkt setzt denn auch die Winterhilfe ein, welche subsidiär unterstützt. 263 Gesuche seien im vergangenen Geschäftsjahr eingegangen, betonte Geschäftsführer Jürg Buchli. Davon wurden gut fünf Prozent abgelehnt. An die anderen knapp 250 Gesuchsteller wurde tottal knapp 61'000 Franken ausbezahlt.

Geld und Sachhilfe

Nicht in allen Fällen floss dabei auch Geld, so Buchli. Ein Viertel aller Hilfsleistungen betraf Betten dazu kommen Schulsäcke für Kinder. Die restlichen Aufwände teilen sich die Beiträge an die Weihnachtsaktion (17 Prozent), an Wohn- und Gesundheitskosten (je zehn Prozent), an Überbrückungsleistungen für den Lebensunterhalt (13 Prozent) und schliesslich wurden acht Prozent der Hilfsgelder zur Schuldentilgung verwendet.

Der neue Spot der Winterhilfe Schweiz:

Reto Furter ist Leiter Chefredaktion der Südostschweiz Medienfamilie und verantwortet Radio, TV, Online und Tageszeitungen in den Kantonen Graubünden, Glarus und St. Gallen. Er ist promovierter Historiker und arbeitet seit 2009 bei Somedia. Mehr Infos

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Leben & Freizeit MEHR