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Ein neues Tourismusgebäude für Rapperswil?

Mutig, innovativ und qualitätsvoll – so soll sich die Altstadt von Rapperswil in Zukunft zeigen. 40 Akteure haben gemeinsam einen Massnahmenkatalog für mehr Attraktivität als Lebens- und Arbeitsort erarbeitet.

07.11.17 - 12:11 Uhr
Leben & Freizeit

Attraktiver werden – und zwar gemeinsam: Das war die Ausgangslage der drei Workshop-Abende, an denen rund 40 Akteure aus den Bereichen Gastronomie, Detailhandel, Politik, Hotellerie, Handwerk, Kultur, Tourismus und Bevölkerung teilnahmen. Es galt, konkrete Massnahmen auszuarbeiten, um die Altstadt attraktiver zu machen. Und die Grundlage für eine stärkere Zusammenarbeit unter den einzelnen Partnern zu legen.

Ein Leuchtturm am Hafen und ein Street-Food-Festival

Der Massnahmenkatalog liegt nun vor. Im 20-seitigen Bericht festgehalten ist zum Beispiel die grosse Bedeutung eines Leuchtturms am Fischmarktplatz. Ein Neubau des Tourismusgebäudes soll einen modernen architektonischen Akzent setzen und durch verschiedene öffentliche Nutzungen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Die Unterbringung einer Tourismusinformation, gastronomischer Angebote und von nutzbarer Räumlichkeiten für jedermann schweben den Autoren des Massnahmenkatalogs vor.

Ein Street-Food-Festival könnte gleichermassen Touristen wie Einheimische ansprechen und für mehr Leben im öffentlichen Raum sorgen, ist weiter zu lesen. Ausstellungen und Workshops mit Künstlern und Handwerkern könnten das Handwerk wieder aufleben lassen – war und ist doch dieses seit jeher fester Bestandteil der Altstadt.

Von Einheimischen für Einheimische

Ein spezielles Augenmerk wird auf die Einheimsichen gelegt. Kinderfeste, themenbasierte gastronomische Mittagstische bis hin zu Kleinkonzerten im Hotelgarten schweben den Altstadtförderern vor.

Auch über das Miteinander hat man sich Gedanken gemacht. In Zukunft soll die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure in der Altstadt noch wichtiger werden: gemeinsame Gutscheine von verschiedenen Anbietern und Anbieter-Tandems sind Möglichkeiten, diese Zusammenarbeit umzusetzen.

Altstadt-Club

Für die kooperative Umsetzung der erarbeiteten Massnahmen wurde zunächst ein Altstadt-Club gegründet. Hier sollen jeweils die
Spitzen unterschiedlicher bestehender Gefässe (Einkaufsziel Rapperswil, Gastliche Altstadt, Tourismus usw.), und Vertreter der Stadt beteiligt sein.

Einverstanden, aber

Die Politik freut sich über die erarbeiteten Massnahmen. Die Exekutive werde ihren Beitrag zum Gelingen der Kooperation zwischen der Stadt und den Interessensvertretern der Altstadt leisten, schreiben Stadtpräsident Martin Stöckling und Stadtrat Thomas Furrer im Vorwort des Massnahmenkatalogs. Dabei spiele der Altstadtclub das Zünglein an der Waage. «Gelingt es, diesen Club mit motivierten, engagierten und vernetzt denkenden und handelnden Personen zu bestellen, werden sich auch Erfolge einstellen», sind sich Stöckling und Furrer sicher. Hingegen distanziere sich der Stadtrat ganz klar von Massnahmen, welche das Ziel haben, demokratisch gefällte Entscheidungen wieder zu hinterfragen oder sogar rückgängig zu machen, heisst es weiter.

Simone Zwinggi ist Redaktorin bei Zeitung und Online. Nach einem Sportstudium wendete sie sich dem Journalismus zu. Sie ist hauptberuflich Mutter, arbeitet in einem Teilzeitpensum bei der «Südostschweiz» und hält Anekdoten aus ihrem Familienleben in regelmässigen Abständen im Blog Breistift fest. Mehr Infos

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