Alltag wird zum Hauptproblem
Seit rund vier Monaten setzt die Dargebotene Hand Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein auf Internettelefonie. Aufgrund eines Verbunds mit anderen Regionalstellen konnte dadurch die Zahl der angenommenen Anrufe erhöht werden.
Seit rund vier Monaten setzt die Dargebotene Hand Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein auf Internettelefonie. Aufgrund eines Verbunds mit anderen Regionalstellen konnte dadurch die Zahl der angenommenen Anrufe erhöht werden.
Im vergangenen Jahr suchten 18'954 Personen (2016: 18'503) den telefonischen Kontakt zur Dargebotene Hand Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein. Daraus ergaben sich 14‘172 Gespräche (2016: 13‘399). Grund für die Zunahme an Gesprächen ist das zurzeit noch in der Pilotphase steckende Verbundsystem. Dieses leitet überzählige Anrufe automatisch an die nächste freie Stelle weiter, was zu einer besseren Auslastung der einzelnen Regionalstellen führt.
Neu werden die Gespräche deshalb nicht mehr verschoben, sondern von einer anderen Regionalstelle übernommen. Dieses System ist beispielsweise in der deutschen Telefonseelsorge seit längerem in Betrieb, heisst es in einer Medienmitteilung der Dargebotene Hand Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein.
Psychische und körperliche Probleme im Vordergrund
Rund 42 Prozent der anrufenden Personen benötigten aufgrund ihrer psychischen oder körperlichen Schwierigkeiten Unterstützung, davon drehte sich fast die Hälfte der Gespräche um die Bewältigung des Alltags. Knapp ein Drittel riefen wegen Beziehungsthemen (in der Familie, Paarbeziehung oder allgemein) an. Das Verhältnis der Anrufe von Frauen und Männern liegt wie im Vorjahr zwei Dritteln zu einem Drittel, heisst es in der Mitteilung weiter.
Auch online leichte Steigerung erkennbar
Die Regionalstelle Ostschweiz/Fürstentum Liechtenstein betreute im Jahr 2017 total 836 Onlineanfragen, davon 194 Mailkontakte und 642 Chatberatungen. Wie beim Telefon ist auch im Bereich online verglichen mit dem Vorjahr (805 Onlineanfragen) eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Dabei waren 18.7 Prozent der Hilfesuchenden jünger als 18 Jahre und 46.1 Prozent zwischen 19 und 40 Jahre alt. Über 40-Jährige sind im Chat dagegen nur mit 6.1 Prozent vertreten. Bei knapp einem Drittel konnte das Alter nicht bestimmt werden, so die Mitteilung.
Häufigste Gesprächsthemen
Für Euch haben wir die sieben häufigsten Gesprächsthemen am Telefon aufgelistet und mit einer Definition versehen:
60 Jahre Dargebotene Hand
In diesem Jahr steht darüber hinaus das 60. Jubiläum der Dargebotene Hand Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein vor der Tür. Deshalb stehen spezielle Feierlichkeiten und Auftritte an verschiedenen Messen auf dem Plan, heisst es in der Mitteilung weiter.
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Zu Platz 1: …
Zu Platz 1: "Alltagsbewältigung" bringen Sie als Beisiel eine IV-beziehende Person, die nichts mit sich anzufangen weiss.
DAS ENTTÄUSCHT MICH.
Denn das würde ich unter "Platz 2" (Psychische Probleme) einstufen.
Alltagsbewältigung heisst für mich: Durch Lärm zum Gesundheitsruin getrieben zu werden (DAVON ist das Internet voll inkl. Zeitschrift Beobachter), keine Umgebung zu haben für Leistungsreduzierte zum Aufpäppeln (Ruhiger Wald nötig in Nähe, vgl. Gedicht "Dr. Wald"), niemand finden, der sich um einen kümmert , nicht mal in kleinen Erledigungen im Alltag, Alleingelassenwerden – und gleichzeitig der offizielle Kanton GR sowie der Stadtrat Chur, die vollmundig verkünden: Wir wollen, dass Alte/Kranke möglichst lange DAHEIM (also privat/selbständig) statt IM HEIM wohnen, weil das etwa ein MEHRFACHES kostet. Stattdessen erlebe ich im Alltag, dass man im Stich gelassen wird, Lichtjahre von den CARING COMMUNITIES entfernt ist, die Dr.med. Albert Wettstein im UNIZH-Magazin fordert.
Die aus meiner Sicht miese Qualität obigen "Qualitätsjournalismus" passt da geradezu dazu.