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Zwei Wochen ohne Kaffee und Avocado

Die Bündner Vloggerin Eva Gaudenz wagt ein «schweizer» Projekt: Sie versucht sich während zwei Wochen nur aus Schweizer Produkten zu ernähren und verzichtet dafür auch auf den geliebten Kaffee.

02.08.18 - 04:30 Uhr
Leben & Freizeit
Schon bald heissts für Eva Gaudenz: Nur noch Schweizer Beeren.
Schon bald heissts für Eva Gaudenz: Nur noch Schweizer Beeren.
SWISSMILK

Die Schweiz ist zwar ein kleines Land, es bietet aber viel. Auch was das Essen anbelangt kann die Schweiz mithalten. Aber eben «kann». Denn viele Menschen ernähren sich reichhaltig von ausländischen Produkten. Dies möchte die Bündner Vloggerin Eva Gaudenz schon bald unterlassen. Sie geht eine Challenge ein, sich im August zwei Wochen lang 100 Prozent schweizerisch zu ernähren. Konkret bedeutet das, dass sie auf Avocados, auf Bananen, auf Palmöl und anderen Zutaten aus dem Ausland verzichtet. Nicht einfach, aber machbar, wie sie gegenüber «suedostschweiz.ch» sagt: «Da wir zurzeit gerade Sommer haben, ist es sicherlich einfacher, als wenn ich es im November versuchen würde. Es gibt zum Glück unendlich viel Schweizer Obst und Gemüse.»

Lokal und regional

Das Projekt nennt sich «Eva swisst» und soll vor allem aufzeigen, dass man sich in der Schweiz eigentlich viel mehr von regionalen Produkten ernähren könnte. Ausserdem soll auch die Aufmerksamkeit auf regionale und lokale Produzenten gerichtet werden. «Schweizer Äpfel gibt es zum Beispiel im Moment nicht, die sind zurzeit alle von Neuseeland» Alternativen gebe es aber immer genügend, man müsse zum Teil einfach kreativ sein: «Es ist wirklich nicht so, dass ich 50 Sachen suchen muss, damit ich während diesen zwei Wochen etwas zum Essen habe. Wenn man sich Gedanken darüber macht, dann gehts.»

Durchdachter Essensplan

Vor gut drei Monaten entstand die Idee dieses Projekts. Seither würden immer wieder Vorbereitungen für die anstehenden zwei Wochen gemacht, so Gaudenz. «Es ist ziemlich alles durchdacht, wo ich wann einkaufen gehen kann, was für Märkte ich besuchen werde etc.» Ausserdem werde sie an einem Tag Glace machen und ein Restaurant besuchen und nachfragen, ob es möglich ist, 100 Prozent schweizerisch zu essen. Sie plane ausserdem verschiedene Rezepte und Tipps zu veröffentlichen.

Nur bei der Challenge 100 Prozent

Bei Gaudenz komme grundsätzlich schon immer regionales Gemüse und Obst in den Kühlschrank. Sich aber wirklich zu 100 Prozent schweizerisch zu ernähren, sei schon etwas extremer. Ihr Ziel sei aber auch nicht, dies für immer zu machen. Es gehe ihr wirklich viel mehr darum, den Menschen zu zeigen, öfters regional zu essen. Denn auf eins verzichtet auch Gaudenz nicht gerne: «Für mich als Kaffeesüchtige wird es schwierig sein, kein Kaffee zu trinken». Auch der Verzicht auf Schokolade und auf Gewürze werde eine Herausforderung für sie. Wie gut Eva Gaudenz die Challenge vom 4. bis 18. August meistert, lässt sich auf Instagram und Facebook unter «Chochdoch by Swissmilk» verfolgen.

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