Daumen hoch: Fertigsalate in Glarner und Bündner Läden sind fast alle gut – trotzdem ist Vorsicht geboten
Das Amt für Lebensmittelsicherheit hat Bündner und Glarner Schnittsalate auf krankmachende Stoffe überprüft. Nur eine Probe fiel durch.
Das Amt für Lebensmittelsicherheit hat Bündner und Glarner Schnittsalate auf krankmachende Stoffe überprüft. Nur eine Probe fiel durch.
Deshalb untersucht das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit (ALT) diese Produkte periodisch. Das Amt, welches für die Kantone Glarus und Graubünden zuständig ist, hat insgesamt 19 «küchenfertige Salate» überprüft, wie es am Mittwoch vermeldet. Davon stammten drei Proben aus Glarner Grossverteilern. Das ALT hat die Fertigsalate mikrobiologisch auf Kolibakterien, Staphylokokken, Listerien und Salmonellen untersucht. Ausserdem hat es gemessen, wie hoch die Gehalte an Nitrat und Bromid waren. Nitrat ist ein Stoff aus der Düngung, Bromid wird als Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Für alle Parameter gelten gesetzlich festgelegte Höchstwerte.
Listerien im Mischsalat
18 Proben seien einwandfrei gewesen, darunter auch die drei geprüften Salate aus Glarner Grossverteilern, wie aus der Meldung des Kantons Glarus hervorgeht. Lediglich ein vorverpackter Mischsalat habe sich als nicht konform erwiesen. Das ALT habe in dieser Probe eine Listerienart nachgewiesen. Dieser Krankheitskeim kann im schlimmsten Fall während einer Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt führen. Der «Inverkehrbringer des Produktes» sei aufgefordert worden, die Ursachen für das unbefriedigende Ergebnis abzuklären. Zudem sei der Fall zur weiteren Abklärung an das für den Grossverteiler zuständige kantonale Labor übergeben worden.
Das ALT betonte in der Medienmitteilung, dass Produzenten, Händler und Verbraucher mit vorverpackten, konsumfertigen Schnittsalaten sorgfältig umgehen sollten. Auch wenn die Ergebnisse der Untersuchung erfreulich seien, werde Schnittsalat aufgrund seiner leichten Verderblichkeit auch in Zukunft periodisch amtlich kontrolliert werden müssen.
Alexia Beccaletto schreibt für die «Glarner Nachrichten». Davor hat sie in St. Gallen Internationale Beziehungen studiert und in der Wirtschaftsredaktion des Schweizer Fernsehens erste journalistische Erfahrungen gesammelt. Mehr Infos
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