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Wissenswertes rund um die Wahlen in den USA

Die USA stehen wieder vor ihrer Präsidentschaftswahl. Die Kandidierenden: Demokratin Kamala Harris und Republikaner Donald Trump. Damit ihr auf das Ereignis vorbereitet seid, hier ein paar Fakten.

Nicole
Nett
05.11.24 - 04:30 Uhr
Graubünden
In den Vereinigten Staaten wird gewählt: Ab dem 5. November dreht sich in Amerika alles um die Wahlen des Staatsoberhauptes.
In den Vereinigten Staaten wird gewählt: Ab dem 5. November dreht sich in Amerika alles um die Wahlen des Staatsoberhauptes.
Bild Charlie Neibergall / AP Photo

In den Vereinigten Staaten finden die Präsidentschaftswahlen alle vier Jahre immer am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November statt. Gewählt wird die 47. Präsidentin oder der 47. Präsident. Im Duell tritt die Demokratin und Vize-Präsidentin Kamala Harris gegen den Republikaner und Ex-Präsidenten Donald Trump an. Wer am Ende das Rennen macht, wird sich erst in einigen Wochen zeigen.

Links: Gewinnt die Wahl in den USA die Demokratin Kamala Harris …
Rechts: … oder darf sich der Republikaner Donald Trump erneut an einem Wahlsieg freuen?

Das Wahlsystem

Ähnlich wie in der Schweiz: Ein Wähler füllt von Hand einen Stimmzettel aus.
Ähnlich wie in der Schweiz: Ein Wähler füllt von Hand einen Stimmzettel aus.
Bild Steven Senne / AP Photo

Das Wahlsystem in den USA ist weltweit einzigartig und oft auch umstritten. Die USA nutzen das «Electoral College»-System, bei dem die Wahlmännerstimmen zählen und nicht die direkte Stimmenzahl der Bevölkerung. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern, abhängig von seiner Bevölkerung. Das bedeutet, dass Kandidierende theoretisch die Präsidentschaftswahl gewinnen können, selbst wenn sie nicht die meisten Stimmen aus der Gesamtbevölkerung erhalten, wie zuletzt im Jahr 2016.

«Swing States» sind ausschlaggebend

«Swing States» mit wechselnden Mehrheiten: Mitarbeiter des Miami-Dade-County-Election-Departments machen sich bereit, die Stimmzettel zu scannen.
«Swing States» mit wechselnden Mehrheiten: Mitarbeiter des Miami-Dade-County-Election-Departments machen sich bereit, die Stimmzettel zu scannen.
Bild Cristobal Herrera-Ulashkevich / EPA

Es gibt bestimmte Bundesstaaten, sogenannte «Swing States» oder «Battleground States» (zum Beispiel Florida, Pennsylvania und Ohio), die weder traditionell republikanisch noch demokratisch geprägt sind. Weil diese Staaten wechselnde Mehrheiten haben, wird hier besonders intensiv Wahlkampf betrieben, da sie oft über den Wahlausgang entscheiden.

Geduld ist gefragt

Wahlen dauern nicht nur einen Tag: Bis ein sicheres Resultat vorliegt, können Wochen vergehen.
Wahlen dauern nicht nur einen Tag: Bis ein sicheres Resultat vorliegt, können Wochen vergehen.
Bild Envato

Bis ein gesichertes Ergebnis aus den sieben umstrittenen «Swing States» vorliegt, können Tage, wenn nicht Wochen vergehen. Das liegt an der Grösse des Landes und am komplizierten US-amerikanischen Wahlrecht, das in jedem Bundesstaat anderen Gesetzmässigkeiten folgt. Sicher ist aber, dass am 20. Januar 2025 die neue Amtszeit beginnt.

Die Rolle des «Popular Vote»

Gewonnen im «Popular Vote», verloren im «Electoral College»: Im November 2016 wählten die Bürgerinnen und Bürger der USA Donald Trump zum neuen Präsidenten.
Gewonnen im «Popular Vote», verloren im «Electoral College»: Im November 2016 wählten die Bürgerinnen und Bürger der USA Donald Trump zum neuen Präsidenten.
Bild Evan Vucci / AP Photo

Obwohl der «Popular Vote» (die Mehrheit der Stimmen der Bevölkerung) eine klare Tendenz zeigt, zählt dieser letztlich nicht direkt für das Wahlergebnis. In vier Fällen in der Geschichte der USA – darunter die Wahlen 2000 und 2016 – gewann ein Kandidat die Mehrheit der Stimmen, verlor aber die Wahl im «Electoral College».

Eine Rekordzahl an Wahlbeteiligung

Fleissige Wählerinnen und Wähler: Bei den letzten Wahlen vor vier Jahren gab es die höchste Wahlbeteiligung seit einem Jahrhundert. Wie wird es wohl in diesem Jahr aussehen?
Fleissige Wählerinnen und Wähler: Bei den letzten Wahlen vor vier Jahren gab es die höchste Wahlbeteiligung seit einem Jahrhundert. Wie wird es wohl in diesem Jahr aussehen?
Bild Envato

Die Präsidentschaftswahl 2020 hatte mit rund 66,8 Prozent die höchste Wahlbeteiligung seit über einem Jahrhundert. Dies lag vor allem an der Polarisation und den besonderen Umständen der Pandemie, die viele Amerikanerinnen und Amerikaner zur Briefwahl oder frühzeitigen Stimmabgabe motivierte. In den Wahlen vor vier Jahren gab es allerdings Verzögerungen bei der Auszählung.

Wahlen in den Vereinigten Staaten: Hier verpasst ihr nichts 
Über die US-Präsidentschaftswahlen tickern wir ab heute Nachmittag live für euch. Auf «suedostschweiz.ch» bleibt ihr auf dem Laufenden.

Nicole Nett ist Redaktorin und Chefin vom Dienst für das Newsportal «suedostschweiz.ch». Die gelernte Kauffrau hat Multimedia Production studiert und lebt in der Bündner Herrschaft. Sie arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

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