Origen-Festival dreht um Karl den Grossen
Am Dienstag beginnt mit dem Kulturfestival Origen das Karlsjahr in Müstair. Intendant Giovanni Netzer sieht Karl den Grossen als angstgetriebenen Apokalyptiker, kalten Strategen und Frauenverköstiger mit freizügiger Ehemoral.
Am Dienstag beginnt mit dem Kulturfestival Origen das Karlsjahr in Müstair. Intendant Giovanni Netzer sieht Karl den Grossen als angstgetriebenen Apokalyptiker, kalten Strategen und Frauenverköstiger mit freizügiger Ehemoral.
Müstair. – «Der Aspekt der Grausamkeit wird ein grosses Thema sein», sagt Theatermann und Theologe Giovanni Netzer im Interview mit der «Schweiz am Sonntag». «Hier zeigt sich der Konflikt zwischen Gewalt und Glauben. Ein Konflikt, der heute wieder zu einem Thema zwischen den Weltreligionen wird», ergänzt Netzer.
Einerseits war Karl der Grosse ein grosser Stratege, der alles instrumentalisiert hat, was ihm begegnet ist. Andererseits war er jemand, der Angst hatte vor dem Jüngsten Gericht. «Genau dieser Konflikt ist spannend: Einerseits hat er Angst vor dem Weltende, andererseits heiratet er fünfmal», kommentiert Netzer.
Die Uraufführung findet am 28. Januar um 19:30 Uhr im Kloster Müstair statt. (so)
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