Gardist Costa: «Im Vatikan zu wohnen ist sehr schön»
Vor einer Woche hat Manuele Costa in Rom dem Papst seine lebenslange Treue geschworen. Als Schweizergardist muss er bereit sein, sein eigenes Leben zum Schutze des Heiligen Vaters zu opfern. Eine Aufgabe, die dem jungen Puschlaver keine Sorge macht.
Vor einer Woche hat Manuele Costa in Rom dem Papst seine lebenslange Treue geschworen. Als Schweizergardist muss er bereit sein, sein eigenes Leben zum Schutze des Heiligen Vaters zu opfern. Eine Aufgabe, die dem jungen Puschlaver keine Sorge macht.
Manuele Costa lebt im kleinsten Staat der Welt: im Vatikan. Und das seit fast einem Jahr, als er seine Erfahrung bei der Schweizer Garde begann. Einen Traum, den er seit jeher hatte und der sich jetzt erfüllt.
«Schweizergardisten erleben viele unvorstellbare Momente, die wenige Leute erleben dürfen.»
Als er im Fernsehen Beiträge über die Schweizergarde gesehen hatte, war er von den bunten Uniformen fasziniert. Vor genau einer Woche konnte er bei der Vereidigung die wichtigste Uniform für eine Schweizergarde tragen, nämlich die Gran Galauniform. Mit einem weissen Handschuh auf die Gardefahne und die andere in die Luft hat Costa für sein ganzes Leben Treue und Loyalität gegenüber dem Papst geschworen.
Seine ganze Familie ist von Poschiavo nach Rom gefahren, um ihn während dieses besonderen Tages zu begleiten. «Heute, eine Woche nach der Vereidigung, fühle ich mich locker und sehr zufrieden. Ich bin stolz über meine Entscheidung», betont der Puschlaver Gardist.
Ein unvergessliches Treffen
Den Heiligen Vater und seine Residenz zu schützen gehört zu den Hauptaufgaben einer Schweizergardisten. Zudem begleiten sie den Papst auf dessen In- und Auslandsreisen, kontrollieren die Eingänge des Vatikans und leisten Ehren- und Ordnungsdienste.
«Schweizergardisten erleben viele unvorstellbare Momente, die nur wenige Leute erleben dürfen», erzählt Costa.
Während besonderen Anlässen kommen nämlich Gardisten oft in die Nähe berühmter Persönlichkeiten, wie Prinzen, Botschafter und Präsidenten. Und natürlich auch in der Nähe des Papstes. «Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich den Heiligen Vater das erste Mal treffen konnte. Das ist etwas, das ich nie vergessen werde. Das ist ein sehr spezieller und emotionaler Moment, der für immer in meinen Gedanken und tief in meinem Herz bestehen wird.»
Der Vatikan ist nicht wie Poschiavo
Nicht nur die Aufgaben, sondern auch der Wohnort eines Schweizergardisten ist besonders. Die Gardisten leben eben im Vatikan, wo die meisten Einwohner Kardinäle oder Bischöfe sind. «Im Vatikan zu wohnen ist sehr schön», meint Costa. In den vatikanischen Gärten beispielsweise finde man trotz des Grossstadtlärms die nötige Ruhe. Natürlich sei aber der Vatikan nicht so schön wie Poschiavo, so Costa weiter.
Den jetzigen Moment geniessen
Nach der Vereidigung muss der 23-Jährige mindestens noch zwei Jahren Dienst leisten. Wie lang er bei der Garde bleiben wird, weiss er jedoch nicht. «Zurzeit geniesse ich diesen besonderen Moment», betont Costa.
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