×

Glarus und Gaster-See bringen keine Kandidaten

Insgesamt 50 Dörfer sind im Rennen um den Titel «Das Schönste Dorf der Schweiz 2017». Aus dem Kanton Glarus und der Region Gaster-See gibt es keine Kandidaturen. Das auch wenn in der Gegend schöne Dörfer existieren.

02.05.17 - 15:55 Uhr
Leben & Freizeit
Elm
Elm hat sich schon vor zwei Jahren für den Titel «Das Schönste Dorf der Schweiz» kandidiert.
MAYA RHYNER

Ein Dorfplatz mit einem Brunnen, Häuser mit der eigenen Geschichte und Leute, die sich gut kennen: So könnte man sich ein gewöhnliches Dorf vorstellen. Aber wie sieht das schönste Schweizer Dorf aus? Seit wenigen Tagen sind die 50 Kandidaten des Wettbewerbs «Das Schönste Dorf der Schweiz 2017» bekannt.

Vom 28. April bis am 23. Mai findet das erste Voting statt. Dabei werden aus den 50 Kandidaten zwölf ausgewählt – je drei Dörfer pro Sprachregion.

Schöne Dörfer in Gaster-See

Unter den 50 Kandidaten gibt es jedoch keine aus Glarus oder der Region Gaster-See. Ob es in dieser Region überhaupt keine schönen Dörfer gibt? «Natürlich gibt es schöne Dörfer bei uns», antwortet Urs Zweifel, Chefredaktor der «Südostschweiz Gaster-See».

Er begründet seine Antwort mit konkreten Beispielen:

  • Rieden: Das Dorf gehört zu der Gemeinde Gommiswald. Rund 700 Personen leben in Rieden. «Es ist ein geschütztes Dorfbild mit eindrücklicher Kirche und Traumausblick auf die Linthebene», so Zweifel.
  • Maseltrangen: Das Dorf gehört zu der Gemeinde Schänis im Kanton St. Gallen und hat rund 400 Einwohner. Besonders schön seien die schmucken Häuser am Fuss des Chüemettlers.
  • Weesen: Das Dorf liegt am Westufer des Walensees und zählt rund 1600 Einwohner. Schön sei insbesondere das alte Städtchen mit Kloster sowie der Park am Hafen und der Anstoss an den Walensee.

Glarus hat schon einen Preis gewonnen

Vor zwei Jahren war Elm im Rennen um den Titel «Das Schönste Dorf der Schweiz». Für die Erhaltung des Dorfkerns erhielt das Dorf im Jahr 1981 den Wakkerpreis. Warum heuer kein Glarner Dorf für den Wettbewerb kandidiert hat, dürfe in der Gemeindefusion begründet sein, sagt Rolf Hösli, Chefredaktor der «Südostschweiz Glarus». Vor sechs Jahren haben sich 29 Glarner Gemeinden zu den heutigen drei zusammengeschlossen. «Diese bestehen jeweils aus mehreren Dörfern, die selber aber keine eigene Verantwortung mehr haben. So fehlt die Institution, die solche Ambitionen hegen könnte», meint Hösli.

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Leben & Freizeit MEHR