Biodiversitätsinitiative
Extreme Ansätze bringen uns nicht weiter
Die Biodiversitätsinitiative erscheint auf den ersten Blick eine gute Sache. Sie bringt jedoch erhebliche Nachteile mit sich. Insbesondere müssten wir mehr Lebensmittel, Strom oder Holz importieren, was unserem ökologischen Fussabdruck als Ganzes schadet. Das Ziel der Initiative ist ein höherer Schutzstatus und mehr Fläche für die Biodiversität. Also mehr und streng geschützte Gebiete. Das Ziel der Initianten sind 30 Prozent der Landesfläche, auch wenn sie dies im Initiativtext bewusst nicht erwähnen. Auf diesen Flächen gibt es dann keine Landwirtschaft mehr, auch keine erneuerbare Energie oder Holznutzung. Der Bau von touristischen Infrastrukturen wie eine Seilbahn oder ein Bergrestaurant wären dort ebenfalls nicht mehr möglich. Ja, wir müssen der Biodiversität Sorge tragen, aber nicht mit solchen extremen Vorstellungen. Vielmehr sollten wir in der kleinen, dicht besiedelten Schweiz schützen und nützen kombinieren! Das hilft auch der Biodiversität, denn erst durch den Nutzen entstehen unterschiedliche Lebensräume. Ohne die Nutzung wären das Mittelland und die Hügelgebiete komplett von Wald bedeckt. Ein Nein am 22. September ist deshalb die einzig richtige Wahl.
Stefan Jenny, Jenins
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Stefan Jenny, Jenins, will…
Stefan Jenny, Jenins, will lieber statt "Lebensmittel, Strom oder Holz" "Die Arten" importieren?
Entweder oder.
Wobei Zweiteres aber eh nicht geht. Wozu also diese seltsame Stellungnahme des Herrn SJ?
SJ schreibt: "Ohne die Nutzung wären das Mittelland und die Hügelgebiete komplett von Wald bedeckt."
Yeah, und weil das noch nicht Katastrophe (auch fürs Trinkwasser) genug ist, müssen wir jetzt noch kräftig weiter draufsatteln, und die wenigen übriggebliebenen Flächen für Strassen, Umfahrungsstrassen, Outlets (wie in Landquart) und was der Zivilisationsoverkill-Überflüssigkeiten mehr sind, vergeuden, kontaminieren.
Aber auf keinen Fall Quadratmeter für die Natur (unsere medizinische Lebensgrundlage). Nein! Das lässt unser Geiz/Unersättlichkeit (fragen Sie die Onkologie) oder genauer gesagt unsere Kurzsichtigkeit alias Denaturiertes Menschsein nicht zu. Da ziehen wir es doch im Zweifelsfall vor, selber draufzugehen. Das ist die Neurose doch allemal wert, oder? Denn merke: Wir sind auch nur EINE ART (Artensterben).
https://www.infosperber.ch/umwelt/uebriges-umwelt/unlautere-argumente-g…
Wolfgang Reuss, Chur am 21.08.2024 um 17:41 Uhr
Diese Insekten (und Flora) finde ich Kunstwerke.
Ich würde die Kunstmuseen schliessen (und deren Geld zugunsten Landschenkung für Tierlis).
thomas schenker, kerzers am 22.08.2024 um 01:55 Uhr
Ich sprach einen Bauern an, der das gemähte Gras einer Biowiese wendete. Ich fragte ihn, warum er keine Restgrasstreife (IP-Suissvorschrift) habe stehen lassen, so dass die Heuschrecken, die überlebt haben einen Zufluchtsort hätten, wo sie sich vor den Krähen verstecken können. Ja das stimmt sagte der Bauer. Das Feld sei beinahe voll von Krähen gewesen als er das Feld mähte. Die «die hei ufgruumt, meinte er nicht ohne Anerkennung zur Leistung der Krähen.
Er meinte , dass ich völlig recht hätte und dass auch er sich gefreut habe, weil beim Mähen viele Insekten aufgeflogen seien. Aber es sei eben so: » Mein Sohn hat auf Bio umgestellt, und da gibt es keine Vorschrift über Restgrassstreiten oder gestaffeltes Mähen.» Ich musste dreimal schlucken. Einer von vielen Bauern, die nicht wegen der Liebe zur Natur, sondern allein wegen den höheren Einnahmen auf bio umsteigen.Das Gespräch blieb nett, er werde noch mit dem Sohn darüber sprechen, sage er immerhin.