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Biodiversitäts- Fakten

Von den Gegnern der Biodiversitätsinitiative liest man im Moment nur hanebüchene Gegenargumente ohne Hand und Fuss, ohne wissenschaftlich belegte Zahlen und Fakten. Als absoluter Befürworter für mehr Biodiversität in der Schweiz, in der Landschaft, im Siedlungsraum usw. möchte ich gerne einmal ein paar wissenschaftlich belegte Zahlen über unseren Biodiversitätsschwund präsentieren: die Hälfte aller natürlichen Lebensräume in der Schweiz sind verschwunden, ein Drittel der Arten existiert nicht mehr oder ist vom Aussterben bedroht.
Nochmals zur Ernährungssicherheit: Insekten leisten ein hohen Einsatz an Bestäubung. Hier ein Beispiel an der Schwebfliege, von deren es ca. 500 verschiedene Arten in der Schweiz gibt. Schwebfliegen haben eine Bestäubungsleistung von sage und schreibe 460'000 Hektaren, das entspricht in etwa 322'000 Fussballfeldern. Diese Bestäubungsleistung entspricht einem wirtschaftlichen Wert von rund 360 Millionen Franken! Also wer, wenn nicht die Schwebfliegen und unzählige andere Bestäuber sollen diese Arbeit verrichten, wenn wir alle nicht mehr Sorge zu unserer Biodiversität tragen? Eine Frage zum Schluss: Gedroht wird von den Gegnern dass wir bei Annahme der Initiative Lebensmittel aus dem Ausland importieren müssten, warum wird dann verschwiegen dass zum Beispiel Dünger aus dem Ausland in die Schweiz importiert wird? Ist dies denn nicht gleichermassen tragisch?
Ja zur Biodiversität! Ja zu einer gesunden Natur!

Michi Nef
25.08.24 - 09:43 Uhr
Leserbrief
Ort:
Haldenstein
Zum Artikel:
Wie Artenvielfalt unseren Kanton prägt
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Gegner behaupten, punkto Ernährungssicherheit (das heisst, damit wir nicht mehr Lebensmittel importiert müssten), sie hätten keinen Quadratmeter übrig . . . ergo müsste die Natur über die Klinge springen.
Letzteres verschweigen sie, aber ist letztlich das Ergebnis der bäuerlichen (aller) Unersättlichen.
Das Volk mag sich fragen:
Ja wie denn jetzt, gibt es zu wenig Äcker für meine Kartoffeln, Rüebli und Müesli-Haferflocken (und Äpfel, die leider überhaupt nicht mehr das sind, was sie früher waren): Hungersnot analog Wohnungsnot? Die tun ja so, als müsste man um jeden Handbreit Boden feilschen und es bliebe "leider" nichts übrig für die Natur, sprich: für NATURliche Vegetation (Flora) und Tierli, Was-da-so-wundervoll-kreucht-und-fleucht (Fauna).
Die Antwort passt wie die Faust aufs tränende Auge:
Das, was die DEN ARTEN nicht gönnen, geht drauf (wird verhunzt, verlocht, kontaminiert) für (unter anderem) Strassenverkehr, Umfahrungsstrassenmanie, Futterpflanzen für Mastvieh/Massentierhaltung, und, verdammt, Zuckerrüben (die zudem besonders giftige Pestizide "brauchen", die sogar verboten sind, aber der Bundesrat jeweils "ausnahmegenehmigt". Wie liebenswürdig.
Meine Meinung: Zucker ist das Letzte, das wir benötigen, zudem ist die Schweiz für dessen Produktion kaum geeignet. Also DER Kram lässt sich am leichtesten importieren (Zuckerrohrprodukte).
https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/aktuelles/2024/zu-viel-zucker-fuer
Die Massen an Quadratmeter sollen für Unentbehrliches Da-sein.
Inzwischen sind, im ehemaligen Wasserschloss Schweiz, das sich rühmte, man könne auf jedem Brunnen trinken, die Verseuchungen mit Giftstoffen auf dem Vormarsch. Es ist keine Trendwende sichtbar, man spritzt munter weiter Open-end. Und wegen dem langen "Bremsweg" (Zeitverzögerung) zwischen Spritzen und Ankunft der Widernatürlichkeiten (Chemikalien) im Trinkwasser – wegen dem grossen Puffer/Schwamm Boden – verschlimmert sich die Prognose gleich nochmal.
Ein bekannter Kolumnist (inzwischen pensioniert) schrieb jeweils:
Herr, wirf Hirn vom Himmel.

"Plan Wahlen" (Anbauschlacht seit 1940.
Ich fordere ein Kulturlandschutzgesetz, das die "Vergeudung" von Natur-/Kulturland für Zuckerrüben und Strassenbau verbietet (und für Futtermittelanbau stark einschränkt).
Denn andernfalls könnte wie Wohnungsnot Hungersnot bzw. folgendes Preisniveau die Konsequenz sein:
https://www.infosperber.ch/wirtschaft/wuenschen-sie-beratung/

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