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Nein zur Erhöhung der Liegenschaftssteuer in der Stadt Chur

Die Finanzen sind bekanntlich das Sorgenkind der Stadt Chur. Der Hauseigentümerverband begrüsst die Prüfung von Möglichkeiten einer Sanierung der Finanzen. Wir warnen jedoch gleichzeitig vor der geplanten Erhöhung der Liegenschaftssteuer. Das Wohneigentum ist heute mit Steuern, Gebühren und Abgaben überproportional belastet. Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümer werden mehrmals zur Kasse gebeten; nebst den üblichen Steuern, wie Vermögens- und Erbschaftssteuern, fallen auch die Eigenmietwertbesteuerung, die Grundstückgewinnsteuer, die Handänderungssteuer und die Liegenschaftssteuer an. Daneben werden zahlreiche Gebühren und Abgaben erhoben. Kein anderer Vermögenswert wird derart mit Steuern und Abgaben belastet.
Wesentliche Argumente, um eine Erhöhung der Liegenschaftssteuer abzulehnen, sind:

Weshalb wurde die Liegenschaftssteuer eingeführt?
Die Liegenschaftssteuer wurde ursprünglich eingeführt, um die durch eine Liegenschaft verursachten Kosten wie Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Erschliessung mit Strassen/Wegen, Müllabfuhr und Feuerwehr abzudecken. Mittlerweile werden jedoch alle diese Kosten separat erhoben und die Gemeinden führen für diese Bereiche eigene Rechnungen.
Trotz der Einführung von Gebühren wurde die Liegenschaftssteuer nie abgeschafft. Die Folge: Hauseigentümerinnen und -eigentümer zahlen doppelt. Aus diesem Grund haben einige Kantone die Liegenschaftssteuer abgeschafft.

Sparen, nicht Steuern erhöhen
Die Stadt Chur hat ihr Sparpotenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Man denke nur an den Verwaltungsapparat. Hier schlummert noch einiges an Sparpotenzial. Zudem muss sich Chur überlegen, welche Investitionen notwendig und welche wünschenswert sind. Das ist schmerzhaft, aber notwendig.

Wohneigentümerinnen und -eigentümer sind für den Staat sichere Goldesel
Wie eh und je bleiben Liegenschaften, weil unbeweglich und wertvoll, als Basis für Steuern und Abgaben beliebt. Dies ist ein zu einfaches Mittel, um die Finanzen zu sanieren und damit objektiv keine faire Massnahme.

HEV Chur Regio

Angela Casanova, Präsidentin Reto T. Annen, Sekretär

Reto Annen, Sekretär Hauseigentümerverband Chur Regio
02.09.24 - 08:43 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
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