Die Churer Jugend und deren Problemen
Sehr geehrter Herrn Degiacomi
Lassen wir mal die Abneigung, die ich gegenüber Ihrer politischen Botschaft habe. Ich will diesen Leserbrief auf einer sachlichen und nicht emotionalen Ebene schreiben. Im der heutigen "Südostschweiz am Sonntag" steht ein Artikel über die Lösungsvorschläge für die Churer Jugend und wie viel diese kosten. Es ist alles gut und ich verstehe dies auch. Trotzdem kommt es mir so vor, als würde an den Jugendlichen vorbei geschaut. Nein, ich bin nicht in Chur aufgewachsen und nein, ich weiss auch nicht wie es sich in den 90er/00er-Jahren in Chur als Jugendlicher so gelebt hat. Trotzdem bin ich in Graubünden aufgewachsen und solche Gedanken/Konsum und Unsinn waren schon da present! Hat sich in den Jahren etwas verändert: Ja klar, die Jugendlichen heutzutage haben eindeutig viel zu viele Möglichkeiten! Internet, Soziale Medien und halt auch der Spruch: "Wenn's der macht, kann ich es ja auch machen" Hat sich beim letzten Spruch etwas verändert? Nein! In der Pubertät, und das wissen Sie ja auch selbst, da lotet man bis zur Überschreitung der Grenzen, alles aus! Das war so und das ist weiterhin so. Ich finde es toll, dass Sie sagen: Den Jugendlichen mehr Mitsprache geben! Und ich habe aber vorhin erwähnt: Man redet an den Jugendlichen vorbei... Es ist nicht kongruent, was ich da geschrieben habe!? Irgendwie aber schon: Egal wo man lebt, ob auf dem Land oder in der Stadt, die Jugendlichen und die Betagten waren immer am Rande des Dorfes oder der Stadt. Das hat sich moralisch und ethisch im 21. Jahrhundert nicht geändert! Die Jugendlichen sind weiterhin "am Rande" der Gesellschaft, da Sie noch nicht erwachsen sind... Wahlrecht ab 16 gibt es nicht (weiterhin gut so), das veraltete Lebensbild ist weiterhin etabliert (Familie, Kinder und vollkommene Liebe!?) Sie sehen Herr Degiacomi, seit der Zeit als wir in der Schule waren, hat sich nichts grosses verändert... Und die Studie, die Sie im Stadtrat im Auftrag gegeben haben, stammt aus dem Jahr 2022 und die Jugendlichen waren komplett verwirrt wegen den Coronamassnahmen. Ist es immer noch so? Ich glaube nicht. Wir sind im Jahre 2024 und die Jugendlichen können sich endlich wieder austoben! Was aber mir – mal wieder – den Kopf zerbrechen lässt: Wieder wird viel zu spät Geld ausgegeben für das, was in der Vergangenheit gewesen ist! Ich sage da nur noch das: Lasst die Jugendlichen jugendlich und die Kinder Kinder sein! Sie haben "nur" das eine Leben! Over and out.
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