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Die Stadt Chur muss sparen

Die Stadt Chur muss sparen. 101 Massnahmen schlägt der Stadtrat vor. So stand es im August in der Presse. Ich fordere eine 102. Massnahme, warum? – siehe nachfolgend:
Vor knapp zwei Jahren wurde ‘unser’ Kehrichtmolok behindertengerecht erneuert, um die Einwurfklappe tiefer zu setzen. So weit so gut und nachvollziehbar. In der ersten Septemberwoche wurde nun an ‘unserem’ Molok rundherum der Belag entfernt. Auf die Frage an den Baustellenführer, weshalb am Molok schon wieder gearbeitet werde, meinte er schmunzelnd, der Molok sei 2 cm zu hoch gewesen (kein Tippfehler, in Worten: zwei Centimeter, das entspricht nicht einmal dem Durchmesser einer 20-Rappen-Münze). Das kann ja wohl nicht sein! In der «Wegleitung Erstellung Unterflur-Abfallanlagen (Molok etc.)» der Fachstelle Hindernisfreies Bauen ist unter anderem festgehalten: «Die Benutzung (der Molok) muss auch für mobilitätsbehinderte Personen möglich sein. Bedienelemente wie Deckelmüssen auf einer Höhe von 80 bis max.110 cm über Boden angeordnet werden. Es hat sich gezeigt, dass die Höhe der Unterkante des Deckels von 80 - 85 cm ein idealer Wert darstellt.» Demnach gibt es durchaus Spielraum bei der Erstellung eines Moloks. Die Frage sei erlaubt, wurde bei der Abnahme des erneuerten Moloks vor rund zwei Jahren gepfuscht? Ich meine auch, dass in der Umgebung mindestens noch ein weiterer Molok angepasst wurde.
Deshalb meine 102. Sparmassnahme: Grün und Werkbetrieb der Stadt Chur, lasst solche kostspielige Kosmetikkorrekturen sein – leistet euren Sparbeitrag. Ich wünsche mir generell, dass die Verantwortlichen der Behörden mit den Ausgaben haushälterischer umgehen und die Steuerfranken effizienter eingesetzt werden.

Walter Järmann
08.09.24 - 10:40 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
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