×

Vertrauen

Leserbrief 23.09.2024

Vertrauen

Die Zahl der Nachrichten wächst, und die Fähigkeit, sie zu einem Ganzen zu verarbeiten, nimmt auf der ganzen Linie ab.
Aufgrund der Abstimmungsresultate des vergangenen Wochenendes vom 22./23. September und der diversen Journalpressen, hat es eine Zeitung gewagt, auf den Vertrauensverlust der Bevölkerung der demokratischen Schweiz hinzuweisen. Mit dieser Meinung ist die Zeitung nicht allein. In der Bündner Presse insbesonders des Bündner Tagblatt vom 23. September 2024 wird unter anderem auf die Komplexität der Abstimmung Vorlage «Reform der beruflichen Vorsorge» hingewiesen. Dem ist auch nichts anzufügen.
Das Vertrauen in die Schweizerpolitik, ist nicht zu Letzt aufgrund der Tatsache, dass es die Parlamente (Nationalrat und Ständerat) in Bern, sowie der Kanton nicht geschafft haben, die Coronazeit und deren Auswirkung auf das Zusammenleben in der Schweiz aufzuarbeiten und die Ergebnisse erkennbar der Bevölkerung bekannt zu machen. An sich freuen sich die Medien, wenn sie etwas Neues berichten könne. Gratuliere diesen Medien, die es wagen, den Stier bei den Hörnern zu packen und gewillt sind, in die Tiefe zu recherchieren.

Fred Schütz
23.09.24 - 10:13 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
23.09.2024
Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.

Fred Schütz bemerkt zu Recht den Vertrauensverlust, welcher natürlich verschiedene Ursachen haben kann. Ich selbst habe aber seit 2020 kein Vertrauen mehr in diesen Staat (und in die übrigen auch nicht). Es nützt nichts, heute noch darüber zu streiten, wie gefährlich jenes Virus war. Es geht aber nicht, dass Staat und Medien die Menschen gezielt gegeneinander aufhetzen. Noch heute glauben viele Menschen, "Ungeimpfte" seien irgendwelche Querulanten, welche andere Menschen gefährdet haben. In Wirklichkeit haben wir uns rechtskonform und demokratisch verhalten und nichts Verbotenes getan. Ich erwarte von den Medien, dass sie endlich ausdrücklich darauf hinweisen, wie beschämend und ungerecht die damalige Hetze war. Ich möchte keinesfalls, dass sich so etwas jemals wiederholt.