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EFAS ist nicht, was es sein sollte

Am 24.11.24 stimmen wir über die neue Finanzierung im Gesundheitswesen ab. EFAS (einheitliche Finanzierung ambulant und stationär) hätte endlich zur Entlastung der Prämienzahler führen sollen. So war es ursprünglich gedacht! Mit der Annahme des neuen KVG (Krankenversicherungsgesetz) 1996, hat sich die öffentliche Hand, Kantone, aus der Mitfinanzierung der ambulanten Gesundheitskosten verabschiedet, mit EFAS sollen sie sich wieder an den ambulanten Kosten beteiligen müssen. Das würden sie mit Annahme der EFAS im ambulanten Bereich mit 26.9% tun, nicht mit 55% wie sie bisher die stationären Leistungen mitfinanzierten! Ab 2032 würden die Pflegeleistungen mit demselben Verteilschlüssel finanziert werden, statt wie bisher mit 46%. Ebenso würden sie für stationäre Leistungen nur noch diese 26.9% finanzieren. Diese Art der «Vereinheitlichung» war aber nicht gemeint! Mit der Zunahme der älteren Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten, welche in allen 3 Bereichen mehr Gesundheitskosten in Anspruch nehmen werden, sparen die Kantone in Zukunft Geld zu Lasten des Prämienzahlers. Zusätzlich bekommen die Krankenkassen, private Unternehmen, öffentliches Geld im Umfang von 13 Milliarden, womit sie dann zurecht kommen müssen, unabhängig davon ob dies genügt oder nicht. Damit verbunden ist, dass die Krankenkassen Mitspracherecht bei der Tarifgestaltung und Leistungskatalogen (was wird bezahlt, was nicht) bekämen.
Solange weniger statt mehr öffentliche Finanzen ins Gesundheitswesen fliessen, werden die Prämien steigen, mit EFAS rasant.
Das hat mich dazu bewogen «Nein» zu stimmen.

Monika Fry
04.11.24 - 23:10 Uhr
Leserbrief
Ort:
Trimmis
Zum Artikel:
zum Artikel «Reform verbessert die Pflege» vom 2.11.24
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