Autobahnausbau: Böden sind eine nichterneuerbare Ressource, die man nicht importieren kann
Bis 2050 muss laut FAO-UNO die Agrarproduktion um 50% gesteigert werden, um eine Menschheit von 9.5 Milliarden ausreichend zu ernähren. Dafür existieren weder das Land noch die Technologien. In den letzten 20 Jahren verdreifachten sich zeitweise weltweit die Preise von Reis, Mais, Weizen und Sojabohne als Folge von schlechten Ernten und Spekulationsgeschäften mit Nahrungsmitteln. Extremwetter als Folge des Klimawandels und ein verstärkter Druck auf natürliche Ressourcen wie Böden werden diese Trends in der Zukunft noch verschärfen. Die Welt steuert unweigerlich auf eine Ernährungskrise zu, von der zuerst arme Länder und der arme Teil einer Bevölkerung betroffen sein werden, was die Migration noch weiter antreiben wird. Aber auch für ressourcenarme Importländer wie die Schweiz wird es kritisch werden. Der Nettoselbstversorgungsgrad liegt in der Schweiz bei nur 45%. Mit Einbezug aller zur Produktion nötigen Mitteln (e.g. Dünger, Treibstoffe etc.), dürfte er allerdings um einiges tiefer ein.
In der Schweiz gibt es jetzt schon viele Menschen die das nächste Jahrhundert erleben werden. Was für eine Welt werden wir ihnen hinterlassen?. Ein Land wie die Schweiz, dessen Nahrungsversorgung stark von Importen von Nahrungs- und landwirtschaftlichen Produktionsmittel, deren Preise sie nicht beeinflussen kann, abhängig ist, wird sich mal gezwungen sehen, vermehrt auf die eigene Produktion zu setzen. Die Frage ist, wie viel Kulturland verbleiben wird. Trotz der Ablehnung von Verkehrsexperten, treibt eine Mehrheit in Bundesbern den Ausbau der Autobahnen voran. Das ist inkonsequent und kurzsichtig, v.a. auch da dadurch keine nachhaltige Lösung für Staus geschaffen wird, und nur eine weitere, nutzlose Verschwendung von Kulturland. Böden sind nun mal eine nichterneuerbare Ressource ist, die man nicht importieren kann, egal wie reich ein Land ist. Deshalb und aus vielen anderen Gründen ein Nein zu Autobahnausbau!
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Danke, Fritz Schulthess…
Danke, Fritz Schulthess.
Weitere Strassen würden nicht nur Land zerstören, sondern durch Immissionen (Abgase, Reifen-/Strassen-Abrieb, Lärm) weit mehr weitere Schäden generieren.
Der rare Boden ist stattdessen essentiell notwendig für:
1) Die Arten (vor der Abstimmung 22.9.2024 Biodiversität/Artensterben behaupteten Bauern, sie hätten keinen Quadratmeter übrig für sie).
2) Nahrungsmittel-Produktion (wobei ich nur zwei Punkte erwähnen will):
a) Bisher wird ein grosser Teil der Nutzfläche für Zuckerrüben (besonders giftige Pestizide, während Zuckerrohr billig aus klimatisch weit besser geeigneten Ländern importiert werden könnte, abgesehen von der Tatsache, dass wir Zuckerkonsum drastisch senken sollten zugunsten Gesundheit, gemäss Gerichtsurteil Zucker als Schadstoff gilt) und Tierfutteranbau (Tiermast) vergeudet.
b) Argument Produktion "für immer mehr Menschen": Nicht nur die Quadratmeter zählen, sondern auch die Qualität der Böden, die durch Anreicherung von Pestiziden, Reifenabrieb und anderen Giften sowie Klimawandel einem fraglichen Ertrag entgegenblicken.
3) Wohnungsbau (mein dringendes Projekt "Gesundheitswohnen" bzw. "Gesundheitstourismus auch für Einheimische") gegen die Wohnungsnot (und zunehmend unerträglich werdenden Immissionen indoor und outdoor).
https://www.bluewin.ch/de…
https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/hochnebel-staut-abgase-feinstaub…
Feinstaub-Grenzwerte viel zu hoch – keine Entspannung in Sicht
Ein gefährlicher Feinstaubteppich überzieht die Ostschweiz, die Grenzwerte sind überschritten. Experten warnen vor gesundheitlichen Folgen – eine Lösung ist nicht in Sicht.
Feinstaub kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemprobleme verstärken, wie Studien belegen. Besonders beunruhigend: «Eine erhöhte Zahl von Herzinfarkten ist nachgewiesen».
Mein Fazit:
Der Titel meint, die Grenzwerte sind überschritten.
Ich meine:
Die Grenzwerte sind zu hoch.