Abstimmung vom 24. November (Autobahnausbau)
Gründe für ein Nein zum Autobahnausbau
Über 340 Verkehrsexpertinnen und -experten wenden sich mit einer Petition gegen den geplanten Autobahnausbau, über den wir am 24. November abstimmen. Sie bemängeln darin die fehlende Koordination mit den betroffenen Städten und Agglomerationen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass das Stadtparlament St. Gallen den vom Bund geplanten neuen Autobahnanschluss ablehnt. Neben einer 10-jährigen Dauerbaustelle drohen Mehrverkehr in den Quartieren und ein gigantischer Verkehrsknoten mitten in der Stadt.
Erfahrungsgemäss verursacht der Ausbau von Autobahnen zusätzliche Staus, verbunden mit Lärm sowie höheren Gesundheits- und Umweltkosten, ohne Verkehrsprobleme dauerhaft zu lösen. Jedenfalls ist heute schon absehbar, dass sich der morgendliche Pendlerstau vor Städten durch verbreiterte Autobahnen nicht auflösen, sondern lediglich auf zusätzliche Spuren verteilen dürfte. Betroffene Städte und Agglomerationen müssen zudem befürchten, von noch mehr Autoverkehr geflutet zu werden.
Die Kosten des vorgesehenen Autobahnausbaus dürften gemäss K-tipp nicht 4,9 Milliarden wie im Abstimmungsbüchlein angegeben, sondern über 7 Milliarden Franken kosten. Dafür werden dann über den notwendigen Benzinpreiszuschlag sämtliche Automobilistinnen und Automobilisten zur Kasse gebeten.
Alles in allem ein Vorhaben mit einem fragwürdigen Kosten-Nutzenverhältnis. Gleichzeitig werden sinnvollere Lösungen verhindert und der öffentliche Verkehr torpediert. Zu Recht fordert deshalb die genannte Petition effizientere und nachhaltigere Verkehrsprojekte, ohne die negativen ökologischen und sozialen Folgen des Autobahnausbaus.
Heinz Klaus, St. Gallen
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