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Abstimmung Ausbau Nationalstrassen

Als Bündner könnte man denken, dass der Bundesbeschluss zum Ausbauschritt 2023 der Nationalstrassen für Graubünden keine Bedeutung hat. Keines der Projekte betrifft Graubünden direkt. Doch das ist ein Irrtum! Wenn das Volk den Ausbau der Nationalstrassen ablehnt, wird es auf lange Zeit keine weiteren Ausbauschritte geben. Dann wird es auch keine dauerhafte Lösung für den Stauumfahrungsverkehr der A13 durch die Dörfer zwischen Bad Ragaz und Thusis geben.
Die Vertreter der betroffenen Gemeinden arbeiten mit dem ASTRA daran, den Flaschenhals Isla Bella zu entschärfen und Variantenstudien für den Ausbau der A13 zwischen Reichenau und Rothenbrunnen auf durchgehend vier Spuren zu bewerten. Ein Nein an der Urne würde all diese Arbeit zunichtemachen. Ein Nein verurteilt die staugeplagten Dörfer dazu, auf unbestimmte Zeit weiter mit dem Stauproblem leben zu müssen. Die Gegner bieten keine brauchbaren Lösungen für das Bündner Stauumfahrungsproblem, denn Umsteigen auf die Schiene und Verzicht auf Fortbewegung haben im Durchgangs- und Tourismuskanton Graubünden keine positive Wirkung.
Deshalb bitte ich Sie eindringlich: Lassen Sie unsere staugeplagten Dörfer nicht im Stich und stimmen Sie mit JA.
Reto Loepfe, Gemeindepräsident Rhäzüns

Reto Loepfe
07.11.24 - 09:30 Uhr
Leserbrief
Ort:
Rhäzüns
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Ich laufe fünfmal pro Woche zu Stosszeiten an der Ringstrasse nach Hause. Zwischen 65-90 % der Autos, die sich gegen Chur Süd in Richtung der vom Verkehr gebeutelten Dörfer wälzen, sind mit einer einzigen Person besetzt, obwohl einige der Dörfer gut durch den ÖV erschlossen sind. (Von und nach Ems z.B gibt es untertags stündlich zwei Busfahrten mit einer Fahrzeit von ca. 15 Minuten.) Da produziert man anderswo den Dreck und Lärm, den man bei sich nicht duldet und begründet dies – wie Der Präsident von Auto-Schweiz Peter Grünenfelder- mit dem Recht auf die persönliche Freiheit!! Da kann man sich nur an den Kopf greifen.

Durch einen Autobahnausbau werden weder Dörfer noch Städte vom Verkehr entlastet. Es passiert genau das Gegenteil von ihrer erhofften Analyse. Das bestätigt ihnen jede Verkehrsplanerin oder jeder Mobilitätsexperte.

Der Ausbau der Autobahnen bringt mehr Verkehr, mehr Abgase, mehr Lärm, noch mehr Asphalt und auch mehr Tote.

Yvonne Michel Conrad
VCS Graubünden

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