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Interview mit Alice Weidel, 16.11.2024

Die nette Alice Weidel

Das Interview hat es gezeigt: Was ist das doch für eine reizende Frau? Selbstlos kümmert sie sich um die Probleme Deutschlands. Sie hat den Mut, die Probleme dieses Landes offen anzusprechen. Wer traut sich das noch in Zeiten, in denen in Deutschland jeder verfolgt wird, der sagt, was er denkt.

Vor allem: Weidel kritisiert nicht nur, sondern liefert auch gleich noch die Lösungen für alle deutschen Probleme. Etwa im Energiebereich: Kernkraftwerke aktivieren, Kohle- und Gaskraftwerke modernisieren, Verbrennerverbot bei Autos aufheben. Also, wenn das mal keine zukunftsträchtigen Lösungen für die Zukunft sind. Weidel will auch die Förderung der erneuerbaren Energien rückgängig machen. Recht so. Diese Energien braucht es eh nicht, schliesslich gibt es keinen Klimawandel.

Endlich konnte Frau Weidel sich auch mal ausführlich dazu äussern, was der deutsche Verfassungsschutz verkehrt macht. Es sei übertrieben, dass er die AfD als rechtsextrem einstuft - nur weil immer wieder mal Parteimitglieder sich demokratiefeindlich äussern oder sich an kriminellen Umsturzaktionen beteiligten.

Und auch aussenpolitisch weiss ihre Partei, was zu tun ist: Die AfD sei «aus Überzeugung für eine diplomatische und rasche Lösung des Ukraine-Kriegs». Das ist doch mal eine Ansage. So könnte es gehen. Die Nähe der AfD zu Putin wird dabei sicherlich helfen, ein faires Ende des Krieges zu finden. Ganz sicher.

Alice Weidel beschreibt anschaulich, was in Deutschland verkehrt läuft. Sie schildert ein Erlebnis aus dem Einwohnermeldeamt in Frankfurt: «Im Amt waren viele Frauen mit Kopftuch, die offensichtlich viel Zeit hatten. Ich aber musste mich hinten anstellen, obwohl ich Termine hatte und zum Flughafen musste.» Ein ungeheuerlicher Vorgang, dass eine deutsche Frau das ertragen musste.

Ich bin froh, dass Frau Weidel in diesem Interview endlich mal die Zeit hatte, ausgiebig über all die Fehlentwicklungen in Deutschland zu sprechen. Spätestens jetzt wissen alle Leser, dass es dort im nächsten Jahr nur eine optimale Lösung all der Probleme geben kann: Alice Weidel muss Kanzlerin werden. Und falls das nicht klappt, wäre sie sicher eine ideale Chefin im Einwohnermeldeamt in Frankfurt.

Jo Müller
17.11.24 - 11:29 Uhr
Leserbrief
Ort:
Felsberg
Zum Artikel:
Interview mit Alice Weidel, 16.11.2024 (Titel: Angela Merkel hat unser Land ruiniert"
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Jo Müller Felsberg schreibt:
Alice Weidel findet, es sei übertrieben, dass der deutsche Verfassungsschutz die AfD als rechtsextrem einstuft - nur weil immer wieder mal Parteimitglieder sich demokratiefeindlich äussern oder sich an kriminellen Umsturzaktionen beteiligten.
Ich schreibe:
"Demokratiefeindlich" oder eine "kriminelle Umsturzaktion" ist vielmehr ein Putsch wie 2014 in der Ukraine.
Sikorski und Tusk, beide in der Polnischen Regierung und EU:
https://www.qmagazine.ro/wp-content/uploads/2022/09/Gazoductul-nord-str…
https://globalbridge.ch/anne-applebaum-die-mit-einem-friedenspreis-ausg…
WELT 29.3.2024 Düstere Prognose: Polens Regierungschef Donald Tusk: Ich weiss, es klingt niederschmetternd, vor allem für die jüngere Generation, aber wir müssen uns daran gewöhnen, dass eine neue Ära begonnen hat: die Vorkriegszeit. Ich übertreibe nicht, das wird jeden Tag deutlicher.
Swissinfo.ch 23.4.2024 Tusk: Idee einer Stationierung von Atomwaffen in Polen «sehr ernst»
Aber einen Leserbrief gegen die USA zu schreiben – denen Sikoski gratulierte zur Sprengung Nordstream, die eine Umweltkatastrophe ist, und die das extrem umweltschädliches Frackinggas dann noch mit mächtig viel Tankeremissionen übers Meer transportieren und dem deindustrialisierenden Deutschland zum mehrfachen Preis unterschieben – käme Jo Müller Felsberg nicht in den Sinn?
Meine Meinung:
Gemäss Gorbi, seiner Friedensinitiative 1990, verpflichtete sich die Ukraine zur Neutralität (etwa das, was die Schweiz vormals war). Hätte die Ukraine Wort gehalten, hätten die USA Wort gehalten, die versprachen "Nato keinen Inch in Richtung Osten", hätten wir jetzt Frieden. Jeder Europäer müsste denken wie Olof Palme (Blockfreiheit) oder wie die Friedensbewegung anfangs 80er-Jahre in Deutschland oder das Deutsche Volk unmittelbar nach dem 2WK: "Nie wieder Krieg". Ja, es wäre so EINFACH!
Aktuelles Cover der Weltwoche: "Wer Merz wählt, wählt den Krieg".
Merz, Kiesewetter, Röttgen & Co. mobilisieren erneut gegen Moskau, weil Napoleon, 1WK, 2WK gegen Moskau nicht reichten.
Blackrock-Merz:
https://globalbridge.ch/nur-die-allerduemmsten-kaelber/
(Artikel von Dr. Leo Ensel.)

Geschichtlicher Hintergrund der Neutralität:

Die Ukraine war von 1991 bis 2014 offiziell neutral. Diese Neutralität wurde jedoch nach der Annexion der Krim durch Russland und der Abspaltung von Donezk und Luhanzk aufgegeben.

Die Sezession des ukrainischen Territoriums begann im Februar 2014. Am 26. Februar 2014 begannen russische Spezialeinheiten ohne Hoheitsabzeichen mit der Besetzung der Halbinsel Krim.
- Dies führte zur völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland.
- Kurz darauf, im April 2014, riefen prorussische Separatisten in der Ostukraine die "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk aus.

Diese Ereignisse markierten den Beginn des bewaffneten Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, der am 24. Februar 2022 in den russischen Grossangriff mündete.

Die Abspaltungen erfolgten entgegen dem Budapester Memorandum von 1994, das die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine garantierte.

Die Somedia hatte meinen umfassenden Bericht gelöscht.
Und Jean-Marie Zogg stellt nun hier wieder die Fakten auf den Kopf.
Der Vertrag mit Gorbi betreffend Neutralität bindet die Ukraine zwingend, gilt in jedem Fall. Dass die Ostrepubliken den Putsch 2014 (USA hatten bis damals 5 Milliarden USD dafür investiert) nicht anerkannten, finde ich richtig, dass die EU den Putsch unterstützte, finde ich falsch.
Ich erlebe von Jean-Marie Zogg seit Jahren nur Falsches. Auch von meiner "Gewonnenen Wette" (Harris/Trump) habe ich null, weil Zogg mir weder den Gewinn (1000 Franken) überwies, noch meine Endbegünstigten-Liste (Wohltätige Organisationen) berücksichtigte.

Es ist anzunehmen, dass Jo Müllers Text eher ironisch zu verstehen ist. Natürlich kann auch Frau Weidel nicht alle Probleme in ihrem Land lösen. Ich würde als Deutscher keine AfD-Politikerinnen wählen. Dass sich Frau Weidel aber mit jedem an einen Tisch setzen würde, um mit ihm zu reden, ist sicher eine sehr gute Grundidee, denn genau dies geschieht ja nicht. Völlig selbstherrlich glaubt jeder, dass nur seine Ideen richtig sein können und zeigt mit dem Finger auf andere, die "selbstverständlich" unrecht haben. Die ständig zunehmende Polarisierung in unserer Gesellschaft verheisst nichts Gutes.

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