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Klare Ansage des Kantons zur Fusion in der Surselva

Auch wenn es am 24. und 25. Juni zu einem Nein zur Fusion von Brigels, Waltensburg und Andiast kommt, sind Waltensburg und Andiast auf Geheiss des Kantons zu einer gemeinsamen Zukunft verpflichtet.

12.06.17 - 08:05 Uhr
Politik
Die Gemeinden Brigels, Waltensburg und Andiast (von links) stehen vor der Entscheidung.
Die Gemeinden Brigels, Waltensburg und Andiast (von links) stehen vor der Entscheidung.
MARCO HARTMANN

Wie 2012, als eine Vorlage zum Zusammenschluss von Brigels, Waltensburg und Andiast am Nein von Waltensburg scheiterte, gehen im Vorfeld der entscheidenden Abstimmungen auch diesmal die Wogen hoch. Im Zentrum der gegnerischen Kritik steht auch diesmal die zwischen Waltensburg und Brigels geplante Verbindungsstrasse im Gebiet Migliè.

Die Strasse entwerte das dortige Naherholungsgebiet, sagen die Gegner. Sie hatten in Migliè vor Wochenfrist zusammen mit Delegationen von WWF und Pro Natura Graubünden eine friedliche Demonstration durchgeführt. Zudem ziehe die neue Strasse Verkehr an, sodass Reisende nach Brigels künftig wohl durch – das ohnehin schon verkehrsgeplagte – Waltensburg statt über Danis und Dardin führen, argumentiert die gegnerische Seite.

In Waltensburg wird es sehr eng

Für die am Samstag, 24. Juni, stattfindende Fusions-Gemeindeversammlung von Waltensburg wird denn auch ein äusserst knapper Ausgang erwartet. In Andiast, das vor fünf Jahren deutlich Ja sagte zu einem Gemeindezusammenschluss, soll gleichen Abends über die Fusion abgestimmt werden. Dort wird – ebenso wie für die Urnenabstimmung in Brigels vom 25. Juni – mit einem Ja gerechnet.

Im Zentrum der Debatte steht letztlich jedoch die Frage, was am letzten Juni-Wochenende neben der Verkehrsfrage noch alles auf dem Spiel steht.

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Sie schreiben, bei einem Nein von Waltensburg 24.6.2017 zum "Bräutigam" Strassenbau/Brigels sei Fusion von Waltensburg und Andiast "Pflicht" gemäss Kanton?
Frappierend, wie sehr Brigels an dieser Strasse interessiert ist, sie zur Fusionsvoraussetzung macht, da muss viel dahinterstecken, meine ich.
Aber gemäss http://www.ig-vuorz.ch/ ist Ilanz für die Fusion mit Waltensburg offen – und richtig, wie ich finde.
Mein Eindruck ist, dass von Brigels aus (there where GRF-Marcel Friberg is coming from) einige Mächtige "alle Hebel" ziehen, mit aller Kraft sich das Dörfli Waltensburg "untertätig" machen wollen, um es für den Strassenbau zu benutzen: Die Dummen wären bzw. die Rechnung bezahlen würden dann die Waltensburger, die gemäss Bericht "ohnehin schon Verkehrsgeplagte" sind.
Sind das nicht sehr viele Dörfer? Beispiel Sta. Maria (Münstertal), das "wegen Verkehrsflut" durchs Dorf eine Umfahrung forderte (und bekam), die aber Natur(schutzgebiet) zerstört: Umfahrungen, Strassenneubau, Tunnelungen, Autobahnzusatzanschlüsse etc. in GR - ich finde das "Gesundheits"-Harakiri für Einheimische und Touristen. Gesundheitstourismus? Über die offizielle Definition (statt meine) dieses Begriffs kann ich eh nur weinen.
https://www.suedostschweiz.ch/vermischtes/umfahrung-sta-maria-stoesst-a…
Waltensburg, sei standhaft! Werde nicht ein zweites St.Maria und wie viele andere. Die nächste "Krankheitsstufe" Umfahrungen sind auch keine Lösung. Fahrzeuge und Gefahrenekilometer nehmen zu. Nur wo KEINE Strassen, da kein Verkehr – analog dem Spruch "Wo ein Wille, da eine (gesunde/nachhaltige) Lösung".
Waltensburg, opfere dich nicht im "letzten Moment", das käme mir so vor, als würde angesichts dramatischem Klimawandel Brigels jetzt noch schnell (last-minute) den Neubau eines Kohlekraftwerks durchdrücken wollen. Die SO zitiert Gerald Benz: «Ist die Strasse einmal gebaut, ist die Oase verbaut»
NEIN.
Bewahrt das Wahre (und einzig lebensnotwendige): Naturressourcen: Stille (statt Lärm), Reinheit Luft und Wasser, Chlorophyll.
Ich finde, die Krankenwesenkosten zeigen dramatische Prognosen, davon haben die meisten keinen Schimmer. Da liegt der Hebel und Hype - imposanter als jedes GRF-Getue.
WHO: "Dieselabgase so krebserregend wie Asbest."
https://www.beobachter.ch/umwelt/abgase-benziner-russen-schlimmer

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