Alpenländer müssen Bärenproblematik zusammen lösen
Die Bündner Regierung will das Abschiessen von Problembären den Italienern überlassen. Das Bundesamt für Umwelt unterstützt diese Forderung.
Die Bündner Regierung will das Abschiessen von Problembären den Italienern überlassen. Das Bundesamt für Umwelt unterstützt diese Forderung.
Chur. – Wildtierbiologe Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt rechnet damit, dass schon bald weitere Problembären in die Schweiz einwandern. Das erwartet auch die Bündner Regierung und fordert darum, dass Problembären bereits in ihrem ursprünglichen Territorium, dem Trentino, abgeschossen werden («suedostschweiz.ch» berichtete).
Unausweichlicher Schritt
«Von den acht Bären, die bislang in Graubünden zu Besuch waren, sind deren drei schon in Italien als Problembären aufgefallen», sagt Schnidrig. Einer von diesen Problembären war Jungbär M13, der am 19. Februar von Jägern im Puschlav erlegt wurde. Im Oktober zuvor wurde M13 als Problembär eingestuft. Dies, nachdem er sogar das schuleigene Bienenhäuschen in Poschiavo plünderte. Die Wildhut versuchte das Tier mit Verbrämungsaktionen in geordnete Bahnen zu lenken. Nichts half – der letzte Schritt war laut den Behörden unausweichlich.
Schnidrig ist überzeugt, dass Graubünden die Sache mit den Problembären nicht allein lösen kann. «Die Alpenländer müssen sich gemeinsam überlegen, wohin das Bärenwiederansiedlungsprojekt gehen soll.» (hap)
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