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Gemeinde plant Übernahme von Zumthors Felsentherme

Zehn Jahre nach dem Verkauf des Hotels «Therme» – heute «7132» – an Remo Stoffel ist es so weit: Der schon damals vorgesehene Rückkauf des eigentlichen Thermalbads durch die Gemeinde Vals steht bevor.

Jano Felice
Pajarola
23.03.22 - 10:07 Uhr
Politik
Im April wird entschieden: Die Therme, das Herzstück des Valser «7132»-Hotels, soll wie geplant in eine Gemeindestiftung überführt werden.
Im April wird entschieden: Die Therme, das Herzstück des Valser «7132»-Hotels, soll wie geplant in eine Gemeindestiftung überführt werden.
Bild Archiv

Der Valser Gemeindevorstand schlägt der Gemeindeversammlung vom kommenden 8. April vor, eine gemeindeeigene Stiftung zu errichten und die einst von Architekt Peter Zumthor entworfene Felsentherme in diese Stiftung einzubringen. Gleichzeitig wird mit der Priora Suisse AG als Eigentümerin des Hotels «7132» ein Dienstbarkeitsvertrag abgeschossen, der die Einzelheiten der Nutzung des Bads durch den Hotelbetrieb regelt. Dies war schon im Kaufvertrag von 2012 so vorgesehen, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.

Zumthor und Seifert im Stiftungsrat

Die Stiftung bezweckt, die Felsentherme Vals für die Gemeinde dauerhaft zu halten. Sämtliche Kosten des Betriebs und Unterhalts gehen zu Lasten der Priora. Zwei Mitglieder des Stiftungsrats werden aufgrund fachlicher Kriterien bezüglich Architektur und Denkmalpflege bestimmt, ein Mitglied vertritt die Interessen der Gemeinde. Architekt Zumthor und Ludmila Seifert, Geschäftsführerin des Bündner Heimatschutzes, bilden mit dem Gemeindepräsidenten den Stiftungsrat.

Dauerhafte «Rückkehr»

Mit der Errichtung der Stiftung kehre die Felsentherme dauerhaft nach Vals zurück, schreibt die Gemeinde. Mit dem Engagement von Zumthor und Seifert sei gemäss Botschaft des Gemeindevorstands die Bewahrung des berühmten, denkmalgeschützten Bauwerks aus erster Hand gewährleistet. Der Dienstbarkeitsvertrag über die Nutzung der Felsentherme enthält überdies die Verpflichtung des Betreibers, diese für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten.

Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos

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