Haus in Rieden geht in Flammen auf
Der Notruf geht um 8.50 Uhr ein. An der Gnippenweidstrasse in Rieden brennt der Dachstock eines Einfamilienhauses. Kurze Zeit später herrscht ein flammendes Inferno. Der Bewohner hat dieses überlebt.
Der Notruf geht um 8.50 Uhr ein. An der Gnippenweidstrasse in Rieden brennt der Dachstock eines Einfamilienhauses. Kurze Zeit später herrscht ein flammendes Inferno. Der Bewohner hat dieses überlebt.
von Martina Michel
Als die Meldung über das Feuer bei der kantonalen Notrufzentrale eingeht, ist noch die Rede von einem Dachstockbrand. Das sagt Simon Anderhalden, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, am Montagmorgen vor Ort. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hat das kleine Einfamilienhaus allerdings lichterloh gebrannt. «Es hat sich rasch herausgestellt, dass das Haus nicht mehr zu retten war», so Anderhalden. Hauptaufgabe der Feuerwehr sei es deshalb gewesen, das Feuer zu löschen und zu verhindern, dass die Flammen auf umliegende Häuser übergriffen.
Neues Feuer verhindern
Während Anderhalden informiert, gehen immer wieder neue Einsatzkräfte mit Atemschutzmasken ins Haus und kommen russbedeckt wieder heraus. Ein Feuer ist zwar nicht mehr zu sehen. Im rauchgeschwängerten Chalet muss aber gewährleistet werden, dass es keine zusätzlichen Brandherde oder Glutnester mehr gibt. Diese könnten allenfalls ein neues Feuer entfachen.
Der Wechsel zum neuen Trupp erfolgt, sobald die Atemschutzgeräte anzeigen, dass der Sauerstoff knapp wird. Deshalb liegen unterhalb des Hauses Dutzende Sauerstoffflaschen bereit. Die herauskommenden Feuerwehrmänner nehmen den Atemschutz ab und erstatten der Einsatzleitung sofort Bericht über die aktuelle Situation innerhalb des Hauses.
50 Einsatzkräfte der Feuerwehr
Auch von aussen sind die Angehörigen der Feuerwehr im Dauereinsatz. Um 10 Uhr ist das Feuer unter Kontrolle, aber immer noch wird Wasser ins Haus gepumpt. Nebst mehreren Patrouillen sowie Fachdiensten der Kantonspolizei St. Gallen rückten am Montagmorgen über 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr, ein Rettungswagen mit einem Einsatzleiter, ein Notarzt, die Rega sowie die Staatsanwaltschaft des Kantons aus, wie die Kantonspolizei später noch mitteilte. Das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei wurde nun mit der Brandursachenermittlung beauftragt. Selbst am Nachmittag bleiben noch Angehörige der Feuerwehr vor Ort – für die Brandwache.
Der 58-jährige Bewohner konnte sich laut Anderhalden rechtzeitig in Sicherheit bringen. Er musste aber trotzdem von den Rettungssanitätern erstversorgt und danach von der Rega ins Spital geflogen werden. Seine Frau befand sich während des Feuers bei der Arbeit.
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