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Später K.o.: Die Siegesserie des HCD ist zu Ende

Nach sieben Siegen in Folge muss sich der HC Davos wieder einmal geschlagen geben. Gegen Fribourg-Gottéron verliert er zu Hause mit 2:3. Die Entscheidung fällt in der Schlussminute. Der HCD verpasst damit den Sprung an die Tabellenspitze.

Bernhard
Camenisch
16.11.24 - 22:05 Uhr
Regionalsport
Kampf um den Puck: DIe Davoser Filip Zadina (links) und Enzo Corvi nehmen Chrisoph Bertschy in die Zange.
Kampf um den Puck: DIe Davoser Filip Zadina (links) und Enzo Corvi nehmen Chrisoph Bertschy in die Zange.
Bild Til Bürgy / Keystone

HCD-Stürmer Matej Stransky schied am Freitag beim 3:2-Auswärtssieg gegen die ZSC Lions verletzt aus. Er hat sich eine Prellung am Oberkörper zugezogen. Mit einem langen Ausfall muss nicht gerechnet werden, fürs Spiel gegen Fribourg-Gottéron wird der Tscheche aber nicht eingesetzt. Für ihn kehrt Marc Wieser in die Aufstellung zurück. Wegen dieses Wechsels stellt Trainer Josh Holden drei seiner vier Sturmlinien um. Eine Änderung gibt es auch im Tor: Luca Hollensta

Das Spiel

Beide Teams starten vorsichtig in die Partie. Entsprechend wenig haben in den Startminuten trotz einer frühen Überzahlgelegenheit für den HCD die beiden Torhüter zu tun. Wirklich gefährlich ist es auch in der 8. Minute nicht. Und dennoch jubeln die Davoser über ihren Führungstreffer durch Klas Dahlbeck. Der Schwede gibt nach einem Rückpass von Rico Gredig einen Handgelenkschuss von der blauen Linie ab. Dieser findet den Weg an den Mit- und Gegenspielern vorbei ins Tor. Gottéron-Goalie Bryan Rüegger ist die Sicht verdeckt. In der 12. Minute kommt der HCD dem 2:0 ganz nahe. Nach dem Schuss von Nico Gross rettet Fribourg-Verteidiger Simon Seiler auf der Linie. Von den Gästen kommt im ersten Drittel praktisch nichts, aber auch der Tabellenzweite aus Davos hat noch Luft nach oben.

Im mittleren Abschnitt ändert sich zunächst nichts am Geschehen. Der HCD hat die Partie im Griff und in der 24. Minute eine Doppelchance durch Valentin Nussbaumer und Chris Egli. Kurz darauf leisten sich die Davoser in der Defensive eine Unkonzentriertheit, die prompt bestraft wird: Keiner steht vor dem eigenen Tor beim Schweden Jakob Lilja. Dieser hat keine Mühe, zum Ausgleich einzuschiessen (26.). In der 31. Minute hat Rüegger Glück, dass er beim Schuss von Julius Honka nicht komplett danebengreift und der Puck von seinem Fanghandschuh an die Latte prallt. Insgesamt ist der HCD seit dem Ausgleichstreffer aber zu passiv, was Holden dazu veranlasst, sein Time-out zu nehmen (33.). Gegen Ende des Drittels macht sein Team wieder mehr fürs Spiel und kommt durch Gredig (37.), Adam Tambellini (39.) und Filip Zadina zu Chancen. Rüegger ist jeweils zur Stelle.

Den dritten Abschnitt beginnt Davos in Überzahl, weil Julien Sprunger auf der Strafbank sitzt. Verteidiger Julius Honka zieht von der blauen Linie ab und und bringt den HCD mit seinem bereits achten Saisontor zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung. Tino Kessler hat nach glänzender Vorarbeit von Zadina die mögliche Vorentscheidung auf dem Stock, doch Rüegger pariert stark (47.). Er hält sein Team so im Spiel und sieht, wie seine Vorderleute nur Sekunden später das 2:2 erzielen. Diesmal ist es Sandro Schmid, der im Slot ungestört zum Abschluss kommt. Gottéron ist dem Führungstreffer danach näher, besonders in der 57. Minute, als Hollenstein einen «Big Save» gegen Marcus Sörensen zeigt. Zur Entscheidung führt dann eine unbedachte Aktion von Davos-Stürmer Zadina. Sein Check mit dem Knie gegen Andreas Borgmann wird mit einem Restausschluss bestraft (58.). Gottéron nützt die Überzahlgelegenheit. Jacob De la Rose trifft 35,7 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit zum 3:2 für die Gäste. Davos verliert erstmals nach sieben Siegen in Serie und verpasst damit den Sprung an die Tabellenspitze. Ein Punkt hätte dafür gereicht.

Die Top 3

Bryan Rüegger: Der Gottéron-Goalie ist dann zur Stelle, als er am meisten gebraucht wird und hält sein Team beim Stand von 1:2 mit meheren Paraden im Spiel.

Jacob de la Rose: Der Schwede fällt zwar nicht besonders auf, er ist aber derjenige, der Fribourg in der Schlussminute aus spitzem Winkel zum Sieg schiesst.

Luca Hollenstein: Der Davoser Torhüter ist der beste Spieler seiner Mannschaft. Bei den drei Gegentoren ist er machtlos.

So geht’s weiter

Nach drei Spielen in vier Tagen wartet auf die Davoser eine kurze Pause. Das nächste Mal im Einsatz sind sie am Freitag auswärts gegen den SC Bern. Tags darauf ist dann das Schlusslicht HC Ajoie in Davos zu Gast.

Davos – Fribourg-Gottéron 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)
5598 Zuschauer. - SR Piechaczek/Fonselius, Altmann/Nater.
Tore: 8. Dahlbeck (Gredig, Ambühl) 1:0. 26. Lilja (Nicolet) 1:1. 42. Honka (Tambellini, Nussbaumer/Ausschluss Sprunger) 2:1. 48. Schmid (Rathgeb, De la Rose) 2:2. 60. (59:25) De la Rose (Sörensen, Gunderson/Ausschluss Stransky) 2:3.
Strafen: 3-mal 2 plus 5 Minuten (Zadina) plus Spieldauer (Zadina) gegen Davos, 4-mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
Davos: Hollenstein; Fora, Gross; Honka, Dahlbeck; Andersson, Jung; Guebey; Kessler, Corvi, Zadina; Frehner, Ryfors, Tambellini; Ambühl, Gredig, Knak; Wieser, Egli, Nussbaumer; Parrée.
Fribourg-Gottéron: Rüegger; Sutter, Streule; Gunderson, Jecker; Diaz, Borgman; Rathgeb, Seiler; Sörensen, Wallmark, Schmid; Lilja, De la Rose, Nicolet; Sprunger, Bertschy, Mottet; Etter, Walser, Gerber.
Bemerkungen: Davos ohne Barandun, Nordström und Stransky (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Dufner, Marchon (beide verletzt) und Vey (überzähliger Ausländer). – 33. Time-out Davos.

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