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Die Ein-Team-Show der SCRJ Lakers geht weiter

Die Rapperswil-Jona Lakers geben sich in Zug keine Blösse. Der Qualifikationssieger gewann nach dem 7:0-Startsieg auch auswärts bei der EVZ Academy mit 6:1 (3:0, 1:0, 2:1) und führt in der Viertelfinalserie 2:0.

28.02.18 - 06:30 Uhr
Eishockey
Die Ein-Team-Show der SCRJ Lakers geht weiter
Die Rapperswil-Jona Lakers geben sich in Zug keine Blösse. Der Qualifikationssieger gewinnt erneut.
ARCHIV MARIO GACCIOLI

Ein Start-Feuerwerk wie im ersten Spiel am Sonntag zündeten die Lakers gestern Abend nicht mehr. Aber sie liessen auch in der zweiten Partie gegen die EVZ Academy nichts anbrennen, begannen erneut sehr konzentriert, fokussiert und spielten gradlinig nach vorne. Bis zum 1:0 dauerte es diesmal jedoch unüblich lange neun Minuten. Das lag auch daran, dass Sven Lindemann zweimal das leere Tor verpasste (2., 8.) und Jared Aulin bloss den Pfosten traf (8.). Den Bann brach dann Rajan Sataric, der die zweite Zuger Strafe drei Sekunden vor deren Ablauf zur Führung nützte. Auch der dritte Lakers-Treffer durch Jared Aulin fiel im Powerplay (17.). Dazwischen hatte Dion Knelsen nach einem sehenswerten Sololauf über das halbe Eisfeld, bei dem er die Zuger Verteidiger wie Pappkartonfiguren umkurvte, das 2:0 erzielt (13.).

Die Überlegenheit der Lakers im Startdrittel war eklatant, die geringe Gegenwehr der EVZ Academy ebenfalls. Mit noch grösserer Entschlossenheit und etwas weniger Verspieltheit vor dem Tor von Zugs Luca Hollenstein hätte sich der gewaltige Unterschied zwischen den beiden Teams nicht nur auf dem Eis gezeigt, sondern auch beim Spielstand. Den ersten Schuss aufs Tor der Rapperswil-Joner gaben die Zuger nach 14 Minuten ab. Erstmals richtig geprüft wurde Melvin Nyffeler in der 16. Minute. Die EVZ Academy wurde in den ersten 20 Minuten von den Lakers richtiggehend vorgeführt. Die Zuger spielen meistens nur auf den Mann und verlieren darob das Spielgerät – den Puck – aus den Augen.

Der Bruch im Lakers-Spiel

Die Ein-Team-Show schien auch im zweiten Drittel weiterzugehen, als Antonio Rizzello rasch das 4:0 gelang (23.). Dieses Tor bewirkte Zweierlei: Erstens war damit die Partie definitiv entschieden, zweitens gab es im Spiel der SCRJ Lakers einen Bruch. Im Freundschaftsspiel-Modus kontrollierten sie die Partie zwar immer noch, die Torchancen wurden jedoch deutlich rarer. Die Zuger konnten nun besser mithalten und kamen sogar zu einigermassen gefährlichen Abschlüssen. Einem Tor am nächsten kam Sandro Forrer. Seinen Schuss liess Nyffeler abprallen, und die Scheibe kullerte Richtung Torlinie, konnte von einem Lakers aber noch rechtzeitig wegspediert werden. Mit dem etwas unkonzentrierten Auftritt leisteten sich die Lakers auch vermehrt Strafen und mussten einmal sogar in doppelter Unterzahl agieren, allerdings ohne gross in Gefahr zu geraten, ein Tor zu kassieren. Dieses fiel dann aber doch noch. Nach 108 Minuten beendete Forrer die Zuger Torflaute gegen die Lakers und erzielte das 1:4 (48.). Mit zwei Treffern in der 52. und 56. Minute sorgten die Lakers gegen harmlose Zuger doch noch für einen standesgemässen Sieg.

Logische Reaktion

Für Lakers-Coach Jeff Tomlinson kam das Nachlassen nach dem 4:0 nicht überraschend. «Bei diesem Vorsprung ist es logisch, dass man Tempo rausnimmt, nicht mehr ganz so fokussiert spielt. Die EVZ Academy 60 Minuten lang so zu dominieren, wie wir das im ersten Drittel gemacht haben, ist nicht möglich. Gut von uns war wiederum, wie wir nach dem Nachlassen das Heft am Schluss wieder in die Hand nehmen konnten», sagte Tomlinson.

EVZ Academy – Rapperswil-Jona 1:6 (0:3, 0:1, 1:2)

977 Zuschauer. – SR Oggier, Boverio/Fuchs, Kehrli.

Tore: 9. Sataric (Brem, Mason/Ausschluss Haberstich) 0:1. 13. Knelsen (Rizzello, Profico) 0:2. 17. Aulin (Casutt, Geyer/Ausschluss Fohrler) 0:3. 23. Rizzello (Aulin, Knelsen) 0:4. 49. Forrer (Oejdemark, Haberstich) 1:4. 52. Aulin (Rizzello) 1:5. 56. (ins leere Tor) Profico (Mason) 1:6.

Strafen: 7mal 2 plus 10 (Arnold) Minuten gegen die EVZ Academy, 7mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

EVZ Academy: Hollenstein; Fohrler, Stadler; Wüthrich, Maurer; Oejdemark, Elsener; Brantschen, Eugster; Haberstich, Forrer, Schleiss; Leuenberger, Rondahl, Zehnder; Oehen, Kläy, Volejnicek; Arnold, Lust, Döpfner.

Rapperswil-Jona: Nyffeler; Geyer, Profico; Sataric, Maier; Gähler, Berger; Iglesias, Schmuckli; Aulin, Knelsen, Rizzello; Brem, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli; Primeau, Ness, Vogel.Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Hüsler (verletzt), Frei, Morin, Büsser, Schir und Gurtner (alle überzählig). Pfostenschüsse. 8. Aulin, 59. Zehnder. 56. Time-out EVZ Academy. EVZ Academy von 55:18 bis 55:56 ohne Torhüter.

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