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Linth 04 schnuppert an der Sensation

Der FC Linth 04 aus der 2. Liga Interregional schlägt sich gegen den Super-League-Verein St. Gallen hervorragend und zwingt den haushohen Favoriten nach einem 1:1 nach Verlängerung ins Penaltyschiessen. Dort behalten die St. Galler dank einem 4:3 die Oberhand.

18.09.17 - 05:07 Uhr
Fussball

Auch ein 0:1-Rückstand bereits nach 14 Minuten brachte die Glarner nicht aus der Ruhe. Sie blieben ihrer Linie treu, konzentrierten sich weitestgehend auf die Defensivarbeit, verliessen sich hier auf ihre ausgezeichnete Organisation und versuchten ihr Glück mit schnellen Kontern. Aus dem guten und engagierten Ensemble ragte aber einer heraus – und dies nicht nur wegen seiner Körpergrösse von 1,96 m. Torhüter Danko Savanovic trieb die St. Galler mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Der auf diese Saison verpflichtete Goalie, der sein Handwerk bei den Grasshoppers erlernt hatte, parierte ein halbes Dutzend hochkarätige Chancen von St. Gallen, teilweise spektakulär. Die grössten Taten lieferte er gegen Ajeti (9. 101.), Aleksic (31., 42.), Aratore (64.) und Wiss (110.) ab. Und als Savanovic einmal umspielt wurde, traf Aratore das leere Tore nicht (79.).

Das Chancenplus lag klar auf Seiten des Höherklassigen. Aber mit der Taktik, auf Konter zu setzen, hatte das Team von Roland Schwegler Glück. Nach 49 Minuten glich Yves Sanchez zum 1:1 aus, und eine Minute vor Schluss der Verlängerung hätte Filip Brezina beinahe den Siegtreffer erzielt. Mit seinem Schuss hatte St. Gallens Goalie Dejan Stojanovic einige Mühe und konnte den Ball erst im Nachfassen behändigen. Im Penaltyschiessen war das Glück nicht mehr auf der Seite von Linth 04. Filip Hren und Amara Sabanovic scheiterten an Stojanovic. Viel Pech hatte Sabanovic. Seinen Schuss konnte Stojanovic an den Innenpfosten ablenkte, von wo er auf der Torlinie entlang kullerte. Bei St. Gallen war lediglich Buess mit seinem Pfostenschuss nicht erfolgreich.

Am Schluss lobte Linths Trainer Schwegler seine Spieler für ihre Leistung und sagte: «Für mich sind alle Helden».

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