«Sogar Nani und Neni können kommen»
Für Skirennfahrerin Luana Flütsch geht am Freitag eine lange Leidenszeit zu Ende. Die 23-Jährige aus St. Antönien startet auf der Lenzerheide in der Alpinen Kombination zu ihrem ersten Weltcuprennen.
Für Skirennfahrerin Luana Flütsch geht am Freitag eine lange Leidenszeit zu Ende. Die 23-Jährige aus St. Antönien startet auf der Lenzerheide in der Alpinen Kombination zu ihrem ersten Weltcuprennen.
Bereits früh galt Luana Flütsch als grosse Hoffnungsträgerin im Schweizer Skirennsport. Im März 2012 schrieb die Zeitung «Südostschweiz»: «Mit 17 Jahren hat sie schon viel erreicht. Dass sie plötzlich so durchstartet wie seinerzeit die Tessinerin Lara Gut, ist nicht auszuschliessen.»
Damals war Flütsch gerade Junioren-Schweizermeisterin in der Abfahrt und Zweite im Super-G geworden. Den Sprung in die nationalen Kader von Swiss Ski hatte sie ebenfalls bereits geschafft. Das Debüt im Weltcup, im Konzert der ganz Grossen, schien nicht mehr lange auf sich warten zu lassen.
Den Kaderstatus verloren
Dass knapp sechs Jahre vergingen, bis die mittlerweile 23-jährige Absolventin des Sportgymnasiums Davos zu ihrem ersten Auftritt auf höchster Stufe kommt, ist grossem Verletzungspech geschuldet. Im März 2014 brach sich Flütsch bei einem Sturz das linke Schienbein. Mit den Folgen davon hatte sie bis vor Kurzem zu kämpfen.
Im Februar 2017 musste Flütsch die Saison abbrechen und sich einer weiteren Operation unterziehen. Im Frühjahr schied sie aus den nationalen Kadern von Swiss-Ski aus.
Februar 2017: Luana Flütsch beendet eine weitere verkorkste Saison
Die Talsohle scheint Flütsch nun endlich durchschritten zu haben. Sie, die den Slalom als Lieblingsdisziplin bezeichnet, auf den langen Skis aber noch erfolgreicher ist, fuhr am 11. Januar beim Europacup-Super-G im österreichischen Innerkrems auf Rang 7. Es war Flütschs bestes Resultat auf kontinentaler Stufe. Das Aufgebot für das Weltcuprennen sei nun «einfach eine Belohnung für drei Jahre kämpfen», sagt die Prättigauerin.
Dass das erste Weltcuprennen ausgerechnet auf der Lenzerheide stattfindet, macht es für Flütsch noch einmal spezieller. Praktisch vor der eigenen Haustüre darf sich die talentierte Skirennfahrerin der lautstarken Unterstützung ihres Umfelds sicher sein. «Sogar Nani und Neni können kommen», sagt Flütsch in Anspielung auf den kurzen Anfahrtsweg.
Weltcup Lenzerheide – das Programm
Freitag, 26. Januar
10.00 Uhr: Alpine Kombination, Super-G
12.45 Uhr: Alpine Kombination, Slalom
Samstag, 27. Januar
10.15 Uhr: Riesenslalom, 1. Lauf
13.15 Uhr: Riesenslalom, 2. Lauf
Sonntag, 28. Januar
09.30 Uhr: Slalom, 1. Lauf
12.15 Uhr: Slalom, 2. Lauf
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