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Wintereinbruch: Heute kommt eine weitere Schneeladung

Gewitter, Frost oder Sonnenschein: Hier bleibt ihr über die aktuellen Wettergeschehnisse in der Region auf dem Laufenden. Und wir sorgen nebst spannenden Fakten für den einen oder anderen Schmunzler.

Südostschweiz
21.11.24 - 09:25 Uhr
Wetter

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Eisige Temperaturen: Ab dem Donnerstagnachmittag gibt es erneut Niederschläge.
Eisige Temperaturen: Ab dem Donnerstagnachmittag gibt es erneut Niederschläge.
Bild Envato

Wintereinbruch: Heute kommt eine weitere Schneeladung

Ein Blick aus dem Fenster reicht um zu sehen, dass der Winter nun definitiv in der Südostschweiz eingekehrt ist. Spätestens draussen bekommt man die eisigen Temperaturen um den Nullpunkt zu spüren. Auch wenn am Donnerstagvormittag noch vielerorts die Sonne scheint, kommt ab dem Nachmittag erneut eine grosse Schneeladung auf uns zu. Die Meteorologen warnen vor Schneeglätte auf den Strassen. Auch in der Nacht ist mit weiteren Schneefällen zu rechnen. Es sind verbreitet zwischen 10 und 20 Zentimeter Neuschnee möglich, wie der Wetterdienst Meteonews meldet. (nen)

Bei kaltem, windigem und stürmischem Wetter kommt der Schnee

Das lange Zeit oft ruhige und milde Herbstwetter ging laut Meteonews in dieser Woche zu Ende. Die Wetterlage hat sich grundlegend umgestellt und im Laufe der Woche sorgen mehrere Störungen für unbeständiges, windiges Wetter, dem nun auch Kälte mit Schneeschauern bis in die tiefen Lagen folgen. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verlief stürmisch, so der Wetterdienst. Auf den Bergen herrschte Sturm mit Orkanböen. Die stärkste Böe wurde auf dem Jungfraujoch mit 150 km/h verzeichnet. Aber auch im Kanton Graubünden ergaben sich hohe Messungen: Auf dem Crap Masegn wurden Stürme mit 132 km/h registriert, auf dem Piz Martegnas mit 104 km/h, auf dem Corvatsch mit 100 km/h und auf dem Weissfluhjoch/Davos mit 96 km/h. Nach der stürmischen Nacht ist es laut Meteonews windig bei 5 Grad, und es gibt vor allem entlang der Alpen Schnee- oder Graupelschauer. Am Donnerstag bleibt es ganztags stark bewölkt, und am Nachmittag setzt Schneefall ein, der bis weit in die Nacht auf Freitag anhält. (red)

Darstellung: Eine Kaltfront wird in Isobaren- und Frontenkarte durch blaue Linien und Dreiecke dargestellt.
Darstellung: Eine Kaltfront wird in Isobaren- und Frontenkarte durch blaue Linien und Dreiecke dargestellt.
Bild Meteonews AG

Kalt- oder Warmfront: Das steckt dahinter

Meteonews AG erklärt im neuesten Beitrag, dass es sich bei einer Kaltfront um eine Grenze zwischen warmen und kalten Luftmassen handelt. Dabei verdränge die kalte Luft die wärmere am Boden. Gemäss Beitrag ist kalte Luft dichter und daher schwerer als die vor ihr liegende wärmere Luftmasse. Aus diesem Grund schiebe sich die Kaltfront wie eine Art Schneepflug unter die warme Luft und hebe sie an. 

Im Winter lassen die Kaltfronten schliesslich auf diese Art die Schneefallgrenze sinken. Anders als bei Warmfronten, die länger anhaltende Niederschläge bringen können, würden gut ausgeprägten und aktiven Kaltfronten eher kurz und heftig auftreten, wird im Betrag weiter erklärt.

Es steckt noch mehr dahinter

Nicht nur die Dichte der Luft spiele eine Rolle, sondern auch die Temperatur und wie trocken die Luft sei, führt Meteonews weiter aus. Schliesslich stellt der Wetterdienst drei Varianten von Kaltfronten vor. «Der oben beschriebene Ablauf entspricht der Ana-Kaltfront», heisst es weiter. 

Die Luft in der Höhe sei bei der Kata-Kaltfront oder auch Abgleitfront relativ trocken. Die warme Luft entferne sich in der mittleren Troposphäre von der vordringenden Kaltluft, weshalb sie typischerweise viel Wind bringe. 

«Bei einer maskierten Kaltfront ändert sich die Temperatur vor allem in der Höhe, am Boden bleibt die Temperatur dagegen gleich oder steigt paradoxerweise sogar an», so Meteonews. Dies könne der Fall sein, wenn nach einer Inversionswetterlage im Herbst oder Winter in den tiefen Lagen ein Kaltluftsee liege. (red)

Frischer Wochenstart

Der Mond nimmt ab und Chur startet mit kühlen 4 Grad in die neue Novemberwoche, wie Meteonews berichtet. Der Montag beginnt im Norden noch mit letzten Schauern, doch bald wird es trocken. Tagsüber bleibt das Wetter abwechslungsreich: Wolken ziehen durch, aber immer wieder blitzt die Sonne hervor.

Am Nachmittag klettern die Temperaturen in Chur auf 9 Grad, während es in Davos und St. Moritz bei frischen 3 Grad bleibt. Auf dem Weissfluhjoch ist Winterstimmung mit minus 5 Grad, und die Nullgradgrenze liegt bei etwa 1700 Metern, so Meteonews abschliessend. (red)

Kühler Morgen, sonniger Nachmittag

In Chur startet der Tag laut Meteonews mit 1 Grad und am Nachmittag steigen die Temperaturen auf milde 8 Grad. Auch in Davos und St. Moritz bleibt es kühl bei etwa 1 Grad, während es auf dem Weissfluhoch frostige -8 Grad gibt. Die Nullgradgrenze klettert bis zum Abend auf rund 1800 Meter, wie Meteonews weiter berichtet. Der Tag bleibt überwiegend sonnig, abgesehen von teils Hochnebel in den nördlichen Tälern. (red)

Oben blau, unten grau: Auch diese Woche erwartet uns wieder ein Nebelmeer.
Oben blau, unten grau: Auch diese Woche erwartet uns wieder ein Nebelmeer.
Bild Jean-Christophe Bott / Keystone

Zuerst eine Abkühlung, dann wieder oben blau und unten grau

In der Nacht auf Dienstag ist es mit einer Störung meist bewölkt und zeitweise nass und die Schneefallgrenze sinkt auf 1000 bis 1200 Meter über Meer. Ab dort ist also mit Neuschnee zu rechnen, wie Meteonews schreibt. Der Dienstag startet dann nass und grau. Bis am Mittag gibt es wieder Auflockerungen. Am Nachmittag wird es wieder sonnig. Die Temperaturen in den nördlichen Tälern liegen bei knapp 10 Grad, in Davos und in St. Moritz etwa 2 bis 3 Grad. Bis am Abend steigt die Nullgradgrenze auf knapp über 2000 Meter. Auf den Bergen weht ein mässiger Südostwind. 

Am Mittwoch ist es in den Bergen trotz zeitweise etwas dichteren Wolkenfeldern recht sonnig. In den nördlichen Tälern, sprich vor allem in der Linthebene, am Walensee und im Sarganserland sowie im unteren Glarnerland ist oft Hochnebel und kaum Sonne in Sicht. Am Donnerstag und Freitag bleibt es oben blau, unten grau. Die Temperaturen liegen im Rheintal zwischen 7 und 9 Grad und die Nullgradgrenze steigt gemäss den Meteorologen auf 2000 und 2700 Meter. (red)

Kein klassisches Novemberwetter: Auch dieses Wochenende ist es wieder sonnig und mild – perfektes Wanderwetter also.
Kein klassisches Novemberwetter: Auch dieses Wochenende ist es wieder sonnig und mild – perfektes Wanderwetter also.
Bild Olivia Aebli-Item

Das Wochenende naht: Berg- und Wanderwetter in Sicht

In der Nacht auf Samstag ziehen ausgedehnte hohe und mittelhohe Wolkenfelder über den Himmel. Wie Meteonews schreibt, ist es am Samstag meistens sonnig, zum Teil ziehen noch hohe Wolkenfelder über den Himmel. Am Nachmittag geht es mit viel Sonnenschein und zeitweise Schleierwolken weiter. Die Temperaturen erreichen in Chur 13 bis 14 Grad, im Rheintal weht am Nachmittag etwas Nordwind. Die Nullgradgrenze liegt auf rund 2800 Metern.

Wie es weiter heisst, ist es auch am Sonntag und Montag meist sonnig, ab und zu ziehen wieder ein paar hohe Wolken durch. Ab Montagabend dürfte die Bewölkung allmählich zunehmen. Bis dahin herrscht sehr gutes Berg- und Wanderwetter, die Nullgradgrenze liegt am Sonntag auf etwa 2700 bis 2800 Metern, am Montag noch auf 2300 bis 2500 Metern. Am Dienstag ist es dann wechselnd bis stark bewölkt, die Regenneigung ist erhöht. Die Schneefallgrenze liegt voraussichtlich unter 1500 Meter, die genaue Wetterentwicklung ist gemäss den Meteorologen ab Dienstag allerdings noch etwas unsicher. (nen)

Rekordjahr: Aktuelle Jahresabweichung in der Schweiz.
Rekordjahr: Aktuelle Jahresabweichung in der Schweiz.
Bild Meteonews AG

2024 wird das bislang wärmste Jahr auf globaler Ebene

Meteonews AG schreibt im aktuellen Beitrag, dass 2023 bisher das wärmste Jahr der Messgeschichte gewesen sei. Ein direkter Vergleich des laufenden Jahres mit dem Rekordjahr 2023 zeige, dass die Durchschnittstemperaturen bislang 0,16 Grad über dem Niveau vom Vorjahr liegen würden. «Auf globaler Skala ist dies eine beträchtliche Abweichung», heisst es im Beitrag weiter.

Auch wenn die verbleibenden Monate in diesem Jahr weniger stark von der Norm abweichen dürften, wird diese Abweichung laut Meteonews nicht mehr zu kompensieren sein. «Selbst zwei praktisch durchschnittliche Monate könnten dies nicht wenden, ein solch rascher Abbau einer positiven Anomalie gab es in der bislang 85-jährigen Aufzeichnungsgeschichte noch nie», so Meteonews. 

So ist es in der Schweiz

Gemäss dem Wetterdienst beträgt in der Schweiz die Temperaturabweichung zum aktuell gültigen Klimamittel der Jahre 1991-2020 rund +1,5 Grad. Das bislang wärmste Jahr sei 2022 mit einer positiven Anomalie von +1,61 Grad gewesen, auf Platz 2 liege momentan das Jahr 2023 mit +1,43 Grad», schreiben die Verantwortlichen. Noch könne sich in einem kleinen Land wie der Schweiz bis zum Jahreswechsel einiges ändern. Eine Platzierung unter den drei wärmsten Jahren seit Messbeginn 1864 scheine aber sehr wahrscheinlich zu sein. (red)

Wetterlage bleibt, wie sie ist: Während in Graubünden die Sonne scheint, zeigt sich ab dem Sarganserland der Nebel.
Wetterlage bleibt, wie sie ist: Während in Graubünden die Sonne scheint, zeigt sich ab dem Sarganserland der Nebel.
Screenshot Webcam Pizol

Purer Sonnenschein in den Bergen, neblig im Flachland

«Unten grau, oben blau», dieses Muster begleitet uns auch in dieser Woche. Das schreibt Meteonews in einer Mitteilung. Grund dafür sei ein kräftiges und ausgedehntes Hoch, das sich über weite Teile von Europa erstrecke. In den unteren Niveaus liegt allerdings feuchte und kühle Nebelluft, darüber ist es trocken und mild. Für all jene, die dem Einheitsgrau entfliehen wollen, ist die Nebelobergrenze relevant, wie es weiter heisst. Sie variiert im Laufe der Woche leicht. Am Montag liegt sie auf rund 900 Metern. Über dem Nebel gibt es Sonne pur, auch die Temperaturen sind sehr angenehm. 

Morgen Dienstag ist mit rund 800 Metern die Nebelobergrenze etwas tiefer. Ober- und ausserhalb des Nebels bleibt es sonnig. Auch am Mittwoch startet der Nebel mit einer Obergrenze von 800 bis 900 Metern, durch etwas Bise steigt sie aber im Laufe des Tages noch auf über 1000 Meter an. Am Donnerstag muss man auf rund 1300 Meter hinauf, bis man den Blick auf das Nebelmeer geniessen kann. Am Freitag und Samstag reichen dann wieder 800 bis 1000 Meter, am Sonntag steigt die Obergrenze aus heutiger Sicht erneut an, so Meteonews abschliessend. (nen)

Bild Meteonews

 

Bild Archiv

Es bleibt: Unten grau und oben blau

Bis mindestens Mitte der kommenden Woche bleibt das Wetter hochdruckbestimmt. Dadurch bleiben im Flachland oft Nebel oder Hochnebel und auf den Bergen sehr milde Temperaturen und viel Sonnenschein. Lediglich die Obergrenze des Nebels und Hochnebels schwankt.

Wie Meteonews schreibt, sind insbesondere auf höheren Bergen in den ersten Novembertagen bereits rekordhohe Temperaturen verzeichnet worden; So wurde am Freitag mit 4284 Metern über Meer eine neue höchste Nullgradgrenze registriert. Auf dem Weissfluhjoch in Davos 11,8 Grad (bisheriger Rekord 10,9 Grad, Daten seit 1971), auf dem Säntis 11,2 Grad (Egalisierung des Rekordes, Daten seit 1901) und auf dem Jungfraujoch 4,8 Grad (bisheriger Rekord 4,.7 Grad, Daten seit 1961). So wurde am vergangenen Freitag mit 4284 Metern über Meer eine neue höchste Nullgradgrenze registriert.

In den kommenden Tagen liegt weiterhin ein in der Höhe ausgeprägtes Hoch über der Schweiz und bestimmt das Wetter. Man spricht auch von einem blockierenden Hoch. Es resultiert daraus verfrühtes Martinisommerwetter. Solch eine Wetterlage ist äusserst stabil und kann daher über mehrere Tage oder sogar Wochen anhalten.

Während die Luft in hohen Schichten sinkt und sehr trocken ist, liegt über dem Flachland wie in den letzten Tagen feuchte Nebel- und Hochnebelluft, die nicht ausgeräumt wird. So bleibt der Nebel und Hochnebel vielfach zäh liegen, lediglich regional ist jeweils am Nachmittag eine Auflockerung oder Auflösung möglich.

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Heute geht es längst nichtmehr nur darum, ob man mehr oder weniger Hitze erträgt. Es gibt vielmehr zu denken, wann auch bei uns alles austrocknet, viel zu wenig Wasser ist und was das für jede/n einzelne/n für Folgen hat.

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