Schiessstand Thusis unter Beschuss
In Thusis soll Schiessen verboten werden
(Südostschweiz vom Samstag, 17. August 2024)
Überrascht und mit Interesse habe ich den Artikel in der Südostschweiz gelesen. Überrascht: dass die Initianten nicht mit Namen für ihre Initiative hinhalten?!? Ist das neuerdings die Art Initiativen zu lancieren? So nach dem Motto: kommen wir durch und gewinnen – dann können wir uns noch immer „outen“.
Auch wenn wir in der heutigen Zeit vermehrt verbal angegriffen und vielleicht auch bedroht werden, wenn wir etwas lancieren, das „Eingefleischte“ oder Fanatiker nicht unbedingt gut heissen, bedeutet das noch lange nicht, dass dies anonym geschehen muss (Der Initiant will seinen Namen nicht in der Zeitung lesen)! Initiiere ich etwas, dann stehe ich mit Namen voll hinter meinem Vorhaben – hätte ich aber Angst vor Drohungen etc., dann verzichte ich von vorn herein auf eine Lancierung!
Was den Schiesslärm betrifft: sicher ist es nicht unbedingt angenehm – auch wenn die Tage sich anscheinend verlängert haben, an denen geschossen wird – sind die Zeiten doch sehr komprimiert! Gerade in der zur Zeit sehr unsicheren Weltlage, bin ich froh, wenn die Armeeangehörigen und damit auch die Schützenvereinsmitglieder und Sportschützen ihren Übungsplatz haben und entsprechend nutzen können! Im Endeffekt geht es auch um die Vaterlandsverteidigung! Mag für die beiden Initianten jetzt sehr altmodisch daherkommen, heute jedoch aktueller denn je!
Und: sollte die Initiative – für die Stimmberechtigten von Thusis – wirklich anonym zustande kommen und eingereicht werden, dann müsste diese aufgrund der Anonymität der Initianten in der Öffentlichkeit ganz klar als ungültig im Gemeindepapierkorb landen!
P.S.: Dass eine anonym bleiben möchtende Person in der Südostschweiz (Ausgabe vom 17. August) derart viel Platz für sein Vorhaben erhält, ist für mich nicht nachvollziehbar
Albert Schaufelberger, Rodels
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Alfred Schaufelberger…
Alfred Schaufelberger bezeichnet den Abruptlärm als "nicht unbedingt angenehm".
Sagt das nicht schon alles?
Sie begründen den Lärm mit "sehr unsicheren Weltlage", "Vaterlandsverteidigung", das sei "heute aktueller denn je".
Ich sage Ihnen, was "heute aktueller denn je" wäre: "Denken statt Böllern". Mein Rat seit Jahren (Evergreen) an die "Beste Armee der Welt".
Apropos Denken: Bereits anno 2000 berichtete der Beobachter sinngemäss, Lärm- und Ruhe- (Stille-) Gebiete sollten getrennt werden. Und auf diese Schiesshäuser bezogen, es sollte nicht quasi jede Gemeinde ihr eigenes betreiben, sondern weit weniger davon geben, die dann von vielen genutzt würden. Ich füge an: am besten in einem Steinbruch oder einer Schlucht FERNAB. Derlei scheint gerade im grössten Kanton viel vorhanden.
Zudem sollte getrennt werden zwischen "Pflichtschiessen" und "Freizeitschiessen" ("aus Freude am Schiessen" analog BMW-Slogan "Aus Freude am Fahren", was uns die zunehmend bekannten Verkehrsflutungen aufnötigt).
Der substantielle Artikel Beobachter anno 2000:
https://wohnen.webnode.page/information/
Schiesslärm (auch in Chur von Privaten; vom Militär sowieso aber wieso eigentlich in einer Stadt) ist eine von vielen Lärmquellen.
Ebenso wie im Beobachter fordere ich deshalb die "Schaffung von Ruhereservaten". Zumindest für Schwerkranke, Invalide (Herz/Kreislauf, ZNS, Dauerkopfschmerzen, ME/CFS etc.), also für die medizinisch Verletzlichsten. Zumal: Zitat Beobachter (13/2022) Wohnenimmissionen Vulnerable: «Besonders empfindliche Menschen werden vom Gesetz nicht geschützt». Also ausgerechnet diejenigen werden nicht geschützt, welche es essenziell AM DRINGENDSTEN benötigen. Äusserst "christlich", barmherzig und fachgerecht, isn't it!
Zwar schädigt Lärm alle Menschen (durch wissenschaftliche Tests objektiviert), jedoch nicht alle sind sich dessen bewusst. Und jene, die sich dessen bewusst sind, haben leider nicht immer das Selbstbewusstsein (oder Kraft), sich zu wehren (für sich einzustehen) oder sich zu organisieren (Zitat: "Koalition der Lärmgeplagten").
Zitat Beobachter:
- Für eine ruhigere Wohnung würden 54 Prozent der Befragten einen höheren Mietzins bezahlen – in der Regel zwischen 200 und 500 Franken mehr pro Monat.
- Die wenigsten Lärmopfer handeln. 62 Prozent der von Lärm geplagten Personen geben an, nichts unternommen zu haben. Die Gründe sind laut Alexander Lorenz unerforscht: «Ob dieses 'Nicht'-Verhalten als Hilflosigkeit, Gleichgültigkeit oder Resignation zu interpretieren ist, bleibt offen.»
Ausgerechnet in der Direktdemokratie-Schweiz Wilhelm Tells scheint Duckmäusertum ("Faust im Sack") leider "in Mode". Wenn auch aus nicht unverständlichen Gründen: 28.4.2022 Beobachter: Schweiz ist Mobbing-Europameister. Ich frage: Woher bloss der Hass in diesem "schönen" Land?
Ich setze deshalb den Modischen Gegentrend:
Ich wünsche den Lärmopfern mehr Selbstbewusstsein,
und den Lärmpromotoren Einsicht ins Objektive.
Zitat Alain Delon († 18. August 2024): "Das Schlimme an den Minderwertigkeitskomplexen ist, dass die falschen Leute sie haben."