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Biodiversitätsinitiative

Nein zur «Verhinderungsinitiative»

In der Debatte zur Biodiversitätsinitiative geht es nicht darum, für oder gegen mehr Biodiversität zu sein, sondern darum, ob wir einem extremen Initiativtext zustimmen wollen, der unsere Abhängigkeit von Importen weiter verstärken würde. Die Initianten streben an, 30% der Landesfläche verpflichtend unter Schutz zu stellen – ein Ziel, das im Initiativtext bewusst nicht klar erwähnt wird. Lediglich noch 18% der Landesfläche stehen heute für die produktive Landwirtschaft zur Verfügung. Dies hat zur Konsequenz, dass über die Hälfte der Nahrungsmittel aus dem nahen und weiten Ausland importiert werden müssen. Die Biodiversitätsinitiative hätte zur Folge, dass noch weitere landwirtschaftliche Nutzfläche aus der Produktion verschwinden würde und der Import von Nahrungsmitteln weiter ansteigt. Zudem würde die Initiative den Ausbau erneuerbarer Energiequellen behindern und damit die Stromabhängigkeit von ausländischen Kohlekraftwerken erhöhen. Besonders im Tourismuskanton Graubünden, der auf intakte Infrastrukturen angewiesen ist, würde die Biodiversitätsinitiative notwendige Investitionen verhindern oder erheblich verteuern. Es handelt sich hier somit um eine "Verhinderungsinitiative", die extrem formuliert ist und die Entwicklung, insbesondere in den Bergregionen, massiv einschränken würde. Aus diesen Gründen lehnen neben einer breiten NEIN-Allianz auch Bundesrat und Parlament die Initiative ab. Ein Nein am 22. September ist deshalb die einzig richtige Wahl.

Sandro Michael, Geschäftsführer Bündner Bauernverband

Sandro Michael
23.08.24 - 09:17 Uhr
Leserbrief
Ort:
Cazis
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Sandro Michael, Geschäftsführer Bündner Bauernverband: Ein "schöner" Vertreter der Bauern sind Sie.
Wozu behauptete die Zeitung, viele Bauern seien sich ihrer Umweltverantwortung bewusst und für die Biodiversitätsinitiative, wenn man allenthalben das Gegenteil in der Realität wahrzunehmen verdammt ist?
Sie schreiben vieles, was Herr Jenny, Jenins, schreib. Scheint dem ein Schablonen-Leserbriefebaukasten zugrunde zu liegen? PR-Systematik sehe ich auf jeden Fall hinter der nationalen Anti-Kampagne.
Wem das Kulturland wichtiger ist als DIE ARTEN (also jenen, denen dieses Land früher natürlicherweise gehörte wie den Indianern Nordamerika - und die es notabene BEWAHRTEN statt kontaminierten - , bevor die USA kamen), der begreift nicht seine Wurzeln (Lebensgrundlage), das ist meine Meinung.
Ausserdem: Wenn Sie das Kulturland derart reut, wieso höre ich nicht seit Jahren Wehklagen aus Ihrer Kehle über die völlig kontraindizierte Kultur-/Natur-Land-Verschwendung für den immer noch mehr wuchernden Verkehr? Abgesehen davon, dass wir des Verkehrs Emissionen wie Reifenabrieb und Chemiecocktailabgasen nicht nur im Salat ESSEN (inkorporieren), was sogar in der SBV-Bauernzeitung stand.
Ich sage: EN GUETE und GUTE GESUNDHEIT. Extrem finde nur diese Bauernvertretern, diese Biodiversitätsinitiative-Gegnern (die bereits die Trinkwasser-Initiative und die Pestizide-Initiative halfen zu bodigen. Und gegenwärtig die dritte Volksinitiative von Franziska Herren.
Ich finde: Schämen sie sich.

1) Apropos Klima-Bewegung-Kleber: Sahen Sie mal einen ARTENSCHUTZ-Bewegung-Kleber?
Obwohl Deutsche Bundesministerin bereits 2019 sagte, Artenschutz sei ebenso wichtig wie Klimaschutz:
https://www.youtube.com/watch?v=uxlk09Z3usg#t=1m08s
2) Apropos Klimaschutz: WARUM sind die Klimabewegten mutmasslich GEGEN ein wirksames Anreiz-/Bonus-System für Menschen ohne Auto (Vergnügungsverkehr ist grösser als Arbeitsverkehr)?