Sand im Getriebe der Stadt Chur
Der Gemeinderat ist auf die Massnahmen des Stadtrates zur Sicherung der Investitionsfähigkeit der Stadt Chur nicht eingetreten. Die meisten Parteien haben sich dabei konsequent verhalten. SP und La Verda wollen nie sparen, aber immer Geld ausgeben, ob man es hat oder nicht. Man kann sich in der Not ja mehr holen. Konsequent also, auf Diskussionen in Bezug auf den Leistungskatalog gar nicht einzutreten. Die SVP ist immer bereit beim Staat zu sparen. Konsequent also, wenn über die Massnahmen des Stadtrates diskutiert werden soll. Und die FDP hat die Beschlüsse zur Investition in die Zukunft unserer Stadt mitgetragen, will die Neuverschuldung trotzdem nicht übermässig ansteigen lassen und ist entsprechend bereit, die Massnahmen des Stadtrates zur Verbesserung der Jahresrechnung zu diskutieren. Alles konsequent. Gar nicht konsequent verhält sich aber die Mitte-Fraktion des Gemeinderats: Einerseits winkt sie alle Investitionen durch, andererseits setzt sie sich dafür ein, eine Limite in Bezug auf diese Neuverschuldung umzusetzen. Jetzt aber, wo konkrete Vorschläge kommen, wie diese selbst auferlegte Vorgabe eingehalten werden soll, ist sie nicht einmal bereit, diese Massnahmen zu diskutieren. Mit der Verweigerung der Diskussion streut die Mitte den Churerinnen und Churern Sand in die Augen und ich hoffe, dieser Sand kommt nicht im Getriebe der Stadt Chur an.
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Ein frischer Wind? Im…
Ein frischer Wind? Im Gemeinderat herrscht immer noch eine bürgerliche Mehrheit. Aber sowohl Bürgerlichen als auch Linken käme es nicht in den Sinn, dass wir Vorhaben aufgeben müssen. Die einen wollen sparen, was nicht genügen wird, während die anderen glauben, dass man Schulden ad libitum anhäufen und damit Probleme unseren Nachkommen aufhalsen kann.(Zu den Schulden kommen noch die externen Kosten, die bei der Produktion einer Dienstleistung oder Produkts anfallen, die wir geflissentlich ignorieren und uns mal heimsuchen werden.)
Sowohl Linke als auch Bürgerliche glauben, dass die Geschichte linear verläuft, obwohl die letzten fünf Jahre klar gezeigt haben, dass dem nicht so ist. Natürliche und wirtschaftliche Systeme sind aber «chaotisch», regiert von nichtlinearen interagierenden Prozessen, und sind deshalb mathematisch sehr schlecht erfassbar. Was menschlichen Systeme zusätzlich verkompliziert ist, dass – im Gegensatz zum z.B. Wetter – beim z.B. Aktienmarkt jede Prognose Anleger und Konsumenten beeinfluss, wodurch er noch unvorhersehbarer wird. Trifft die Prognose zu, kann man unmöglich sagen, ob es nicht das Resultat einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung ist.
Der Klimawandel wird diese Unsicherheiten und damit Wahrscheinlichkeit von Polykrisen stark erhöhen. Bei Kernanlagen hat man einen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds angeäufnet. Genauso brauchen wir einen Klimafond. Sonst müssen gewisse Alpentäler aufgegeben werden, weil das Geld für die Behebung von unwetterbedingten Schäden fehlen wird.
Der Staat sind wir alle…
Der Staat sind wir alle. Über Laissez-faire, Nachtwächterstaat und Neoliberalismus siehe Wiki. Für die Allermeisten mit einem Monatseinkommen von Fr. 7000.- und weniger ist der grösste Posten im Haushaltbudget übers Jahr nicht die Steuerrechnung sondern der Mietzins. Die Steuern dürften bei der gegenwärtigen Weiterentwicklung der KK-Prämien bald mehrheitlich auf Platz 3 landen. Man schaue in sein Kassabüchlein und rechne.
Oliver Hohl, Teil der FDP,…
Oliver Hohl, Teil der FDP, Teil des Problems. Nicht überraschend, dass er nun ätzt gegen das Zünglein an der Waage, Die Mitte, die das Innehalten zwecks Überdenkens zum Glück unterstützt.
Wo es zugunsten der (seiner) Wirtschaft geht, sagte Hohl da schonmal Nein? Ich frage erneut, wieso Nichtmillionäre FDP, Leute wie Hohl, wählen? Wegen seiner "blauen Augen". Wie blauäugig finde ich das denn.
Beispiel:
Wolfgang Reuss 01.10.2021 - 02:25 Uhr
Rauchen und Aschenbecher, was ja radioaktiv ist, wohl mehr als das vielbesprochene Radon; übrigens, mein Vorschlag, Aschenbecher so zu bauen, dass die Asche feucht gebunden wird, scheint niemanden zu interessieren, stattdessen hängen die Aschenbecher in Nasenhöhe vielerorten (wenn Sie es riechen, erst recht bei Wind, bedeutet das Einatmung) stehen Tonnen vor dem Haupteingang Westend Chur.
Und "Abfallhai"-Verkäufer Antaswissag machte offenbar das Geschäft des Jahrtausends mit dem Grossabnehmer Staat insbesondere in GR und besonders Chur, wo Stadtrat Leibundgut diesen schei...nbaren Hai hypte und für sehr teures Geld bei, halten Sie sich fest, BDP-FDP Oliver Hohl poschtete, mit unserem Geld, wir Churer haben den Luxusdeal bezahlt, Holy Shit...storm, https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2019-02-17/was-chur-kauft-w… ), stäuben die Ascher, während Zürich klüger ist, obwohl Antaswissag im Kanton Zürich domiziliert ist.
Jacques Zindel 18.02.2019 - 10:40 Uhr
Guten Tag , sehr geehrter Herr Wyss
Zugegeben, dem "Züri-Kübel" ist schiere Hässlichkeit zu attestieren - und eine technisch mangelhafte Ausführung obendrein. Allerdings zeigt auch der Abfallhai funktionelle wie auch funktionale Schwächen und dessen Preise sind nachgerade Grund, weshalb sich die Stadt Zürich zur Beschaffung eines eigenen Produktes veranlasst sah.
Die Städte Chur wie Zürich hätten sich auch die neuen Abfallbehälter der Bundesstadt Bern ansehen und einsetzen können, dessen Konzept sowie Ausführung den Abfallhai in den Schatten stellt und auch hinsichtlich des Designs zu überzeugen vermag. Ein nicht unerheblicher Faktor: Die Beschaffungskosten in Bern liegen um ein Drittel tiefer als in Chur.