×

Armut und Krankenkassen

Liebe Leser*innen
Unter uns, können Sie sich noch etwas leisten, wenn Sie einkaufen gehen oder sind Sie wie ich, praktisch tagtäglich damit konfrontiert jeden Rappen umzudrehen und zu suchen? Ich war gestern auf der Plattform/App von Teletext (alle die vor 2000 geboren sind, wissen noch was der Teletext ist) und sofort ist mir ins Auge gestochen, dass die eine Seite von der Steigerung der Krankenkassenprämien spricht und bei der nächsten heisst es, der Nationalrat sei am debattieren über die Armut in der Schweiz und wie man sie bekämpfen kann... Einen grösseren Paradox gibt es ja nicht!? Wie kann heutzutage eine Familie, mit einen oder zwei Kindern, oder ein Single, die in der sogenannten Mittelschicht leben, den Lebensunterhalt noch meistern? Wie? Ich bin seit jeher arm! Und ich schäme mich nicht dies zu sagen! Ich kämpfe, mache das unmögliche, so gut es geht, möglich jeden einzelnen Tag! Aber das Geld umdrehen muss ich praktisch jeden Tag! Und jetzt kommt halt wieder der Hammer: die Krankenkassenprämien steigen! Schon wieder! Dort wo ein Alain Berset aufgehört hat, geht es weiter... Schon wieder mit einer linken im Departement des Innern: Elisabeth Baume-Schneider, also hat sich nichts geändert! Und nein, dieser Leserbrief soll nicht klagen, was meinen Leben betrifft, sondern an den Menschen denen es noch schlechter geht in der Schweiz: den Betagten und den Kindern! Alle Verwandten einer betagten Person wünsche ich viel Glück, einen geeigneten Pflegeplatz zu finden, der erschwinglich ist! Und den Familien, die Kleinkinder und Kinder haben, viel Glück den Kinder beizubringen, dass dieses Jahr (schon wieder) das Weihnachtsfest, kleiner ausfallen wird und es nur ein Geschenk (wenn möglich) geben wird! Ist das gerecht? Ich komme bald zum Schluss, aber bevor ich dahin komme, noch dies: Die Schweiz sagt von sich, sie sei ein Sozialstaat und dass es sich lohnt für die die Demokratie zu kämpfen und daran ein Beispiel nehmen! Gut und recht! Aber wo bleibt die Ehrlichkeit, die Toleranz, die Durchsichtigkeit und der Diskurs solch eine Demokratie aufrecht zu erhalten? Das Geld wandert ja jetzt angeblich in die Armee und das Militär, der Ton ist überall schärfer geworden, nicht war? Da muss die Schweiz auch mitmachen, sonst kommt Sie nicht mehr mit!? Frage aber: Was ist mit der Neutralität? Geld für hier und da (ich nenne die Länder nicht, es sind aber etliche), Geld für Asylsuchende... Was ist mit dem Geld für die eigene Bevölkerung? Over and out.

Paolo Passerini
27.09.24 - 10:14 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Krankenkassenprämien steigen, Ausgabe GR
Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.

Herr Paolo Passerini
Haben Sie eine Lösung für die steigenden Krankenkassenprämien? Ich glaube nicht...
Aber Sie kennen die Schuldigen: die SP-Bundesräte! Haben Sie überhaupt eine Ahnung, wie die Prämien festgelegt werden? Kaum, sonst würden Sie nicht so einen Unsinn schreiben. Ein Bundesrat oder eine Bundesrätin kann überhaupt nichts alleine festsetzen, er oder sie hat noch sechs Kolleginnen und Kollegen. Und dann gibt es noch den Nationalrat und den Ständerat. Die SP hingegen hat noch mehrmals versucht, eine Einheitskasse durchzubringen, um die unsinnig hohen Verwaltungskosten in den Griff zu bekommen. Die Bürgerlichen waren immer dagegen, wahrscheinlich weil einige National- oder Ständeräte lukrative Verwaltungsratsmandate in den Kassen verloren hätten.

Einzelne Bundesratsmitglieder haben keinerlei Befugnis, über Gesetze zu entscheiden. Egal, ob sie links oder rechts sind. Das tut das Parlament. Die Verordnung zu den Gesetzen erlässt dann immer der GESAMT-Bundesrat. Wesentlich mitschuldig an den ausufernden Gesundheitskosten ist das Medizinproduktegesetz, das alle medizinisch Tätigen dazu zwingt, nur teuerstes Material zu nutzen und wegen der realitätsfremden Ablaufdaten auch zu verschleudern. Dieses Gesetz wurde dem Parlament durch Medizinal- und Pharmaindustrie diktiert.

Ich sehe auch nicht ein, weshalb ich jedes Jahr ohne entsprechende Gegenleistung mehr für die Krankenkasse bezahlen soll. Infolge des Selbstbehaltes von 2500 Fr. bezahlte ich ohnehin fast immer alle Leistungen selbst.

Das ist eben das Wesen einer Versicherung, dass alle unabhängig von der Dienstleistungsnutzung einzahlen. Der Selbstbehalt beträgt immer 10% der Arzt-/Spitalrechnung bis max. Fr. 700.-/Jahr. Die Franchise (Fr. 300.- bis 2500.-/Jahr) ist der Betrag, den wir von Jahresanfang an für medizinische Leistungen allein zahlen müssen, bis die Krankenkasse amfängt zu zahlen.

Mehr Kommentare anzeigen